Links die Zschopau. Gegenüber dem Schlosse die Fischerschenke. Wir gehen rechts die Fahrstraße nach Irbersdorf den Abhang hinan. Durchwandern das Dorf Sachsenburg. Am Ende desselben, bei der Wegteilung, gehen wir nach rechts. Nach kurzer Zeit gelangen wir nach Irbersdorf. Am Ende des Dorfes macht die Straße eine entschiedene Biegung nach links. Rechts die Abdeckerei. Noch ein kleines Stück geradeaus. Der Wald hört auf. Nun rechts ab von der Fahrstraße in den Rossauer Wald. Auf einer schnurgeraden Straße, auf der eine Pferdebahn zum Holzfahren verkehrt, wandern wir am Wettinplatz vorüber bis zur Königslinde. Hier fünffache Wegteilung, die Hauptstraße halbrechts. Bei der Kaiserlinde halblinks, somit wieder in die alte Richtung. Bei einem Holzlager wiederum fünffache Wegteilung. Wir gehen nach rechts, kommen aus dem Walde heraus und gelangen nach Crumbach. Nach Durchwandern dieses Dorfes kommen wir unmittelbar nach Hainichen.

Fabrikstadt an der Kleinen Striegis, ca. 8000 Einwohner. Hauptsitz der Flanellfabrikation im deutschen Reiche. Mehr als 20 Spinnereien, Färbereien und Bleichereien, Fabrikation von Roßhaar-Gespinsten, Plüsch, Tapeten, Holzwaren und Nadeln. Steinkohle liegt in der Nähe zu Tage, wird aber nicht abgebaut. Hainichen ist der Geburtsort des Dichters Christian Fürchtegott Gellert, dem die Stadt 1865 ein Denkmal errichtete. Ferner ist der Erfinder des Holzstoffes Gottlob Keller hier geboren, an den ebenfalls ein Denkmal erinnert. Hübscher Samariterbrunnen von Möckel und Rossau.

Von Hainichen aus lassen sich verschiedene Wanderungen anschließen.[1]

[1] Wandervorschläge in die Umgebung Hainichens wurden von Herrn Oberlehrer Wartenberg in Hainichen zusammengestellt.

a) Nach der Kratzmühle (25 Min.) und Berbersdorf (1 Std.).

Beide Orte haben Haltestelle der Bahn Chemnitz–Frankenberg–Hainichen–Roßwein. Liebliche Gegend, vielbesucht von Ausflüglern und Sommerfrischlern.

b) Über die Kamera, Dorfstraße nach Ottendorf, alpine Straße nach Kaltofen – oder über Neumühle durch das Tal der Striegis nach Kalkbrüche (1¼ Std.). Angenehmer Aufenthalt. Von hier einstündige Spaziergänge entweder

nach dem großen Striegistal über Berbersdorfer Spinnerei nach Rabenstein, Wehrteich (wildromantisch)