Dorf mit ca. 500 Einwohnern, 468 m hoch gelegen. Umfangreiche Kupfer- und Messingwerke, dem Kommerzienrat Lange-Auerhammer gehörig. Sie wurden 1491 durch die Gebrüder Allenpeck gegründet und 1567 vom Kurfürsten August gekauft. In dem fiskalischen Hammerwerk wurde früher »gesaigert«, d. h. Schwarzkupfer von dem noch darin befindlichen Silber befreit. Als Peter der Große auf seiner Karlsbader Reise die Hütte besuchte, setzte er sich auf einen der großen Zainhämmer und ließ sich auf- und niederschwingen. Über den zwei Toren befindet sich noch heute das kurfürstliche Wappen. Heute werden Kupferdrähte, -platten, -bleche und -legierungen hergestellt. Seitlich der Station das Dorf Sächsisch-Grünthal mit 420 Einwohnern und dem Kurhaus, in dem Schwefel-, Eisen- und Moorbäder genommen werden können.
Endlich führt uns die Talstraße nach Olbernhau.
Stadt mit 10000 Einwohnern, 442 m hoch gelegen (Bahnhof 460 m hoch). Die Industrie erzeugt Spielwaren, Haus- und Küchengeräte, Schulartikel, Zündhölzer. Früher Olbernhaw und Albertshain. In einem weiten Talkessel von bewaldeten Höhen umgeben. Besonders Buchenwaldungen machen die Gegend überaus anmutig. Übernachtungsgelegenheit: Gerichtsschänke (Markt), Amtshof (Zöblitzer Straße), Klix (Schülerherberge des Chemnitzer Erzgebirgsvereins), Opitz (beide an der Bahnhofstraße).
2. Tag. Wanderzeit: 5–6 Std.
Ausgangspunkt: Bahnhof Olbernhau.
Erstes Ziel ist der Bruchberg. Von der Tourentafel 252 den Fußweg rechts hinab. An der alten Glasfabrik vorbei. Den breiten Weg in Richtung des Bahndammes weiter. Über die Geleise und nach Leibnitzdörfel, einem Ortsteil von Olbernhau. Tourentafel 251. Den Bruchbergweg aufwärts. Bei Tourentafel 251 a rechts. Am Gasthof »Dörfelmühle« vorbei. Der Weg geht in den Wald. Links ein Teich. Wegteilung: links weiter. Wir kreuzen einen Bach. Steil hinauf Schaaldenkmal. Oben kreuzen wir den Königsweg. Buchenwald. Rechts Flurstein 146. Hier, Abt. 60/61, 64 Wegteilung. Wir gehen links den angenehmen Weg zum Bruchberg.
675 m. Felsgruppe. Stufen führen zum höchsten Punkt. Prächtige Aussicht ins Olbernhauer Becken, Flöhatal bis Augustusburg. Im Tale aufwärts sehen wir die Waldungen und Höhen bei Hirschberg und Bad Einsiedel.
Wir wandern zur letzten Wegteilung zurück und durch den Wald, erst Buchen, dann Fichten weiter. Überschreiten einen Waldfahrweg. Stein 158. Überschreiten dann einen Fahrweg bei Abteilungen 69/71. Dann zu Abteilungen 68/69, 71/79. Hier fünffache Wegteilung. Wir gehen in der alten Richtung weiter, zwischen den Abteilungspfählen 68/79 durch. Der Weg senkt sich. Auf querkommenden Waldweg bei Stein 181, Abteilungsnummern 67/68, 79/86. Links bis zur Wegteilung, dann rechts hinab zur Wegkreuzung. Hier rechts weiter zum Sophienstein.
Felsbastei, 680 m hoch. Prächtiges Talbild. Tief unten Rothenthal, in Grün gebettet das langgestreckte Brandau, halbrechts auf der Höhe Katharinaberg.
Wir gehen zu den letzten Abteilungspfählen zurück und nun auf dem vom Olbernhauer Erzgebirgsverein angelegten Vereinssteig weiter. Der schöne Waldweg bringt uns auf einen Fahrweg; auf diesem nach rechts. Stufen führen uns links hinab zum Stößerfelsen.