Stadt mit 2400 Einwohnern, 600 m hoch gelegen. Schöne Lage inmitten von Laub- und Nadelwäldern. Fabrikation von Blechwaren, Trommeln und Spielwaren. Besonders sehenswert ist die Serpentinfabrikation. Die Fabrik liegt 5 Minuten vom Markt entfernt und kann nach Spende eines Betrags für die Arbeiterkasse besichtigt werden. Der Serpentinstein eignet sich wegen seiner verschiedenen Färbung und Weichheit in bergfeuchtem Zustande, die das Schleifen und Drechseln gestattet, vorzüglich zur Herstellung von Kunst- und Gebrauchsgegenständen. Die Bearbeitung begann schon Anfang des 16. Jahrhunderts. Im 18. Jahrhundert waren 29 Brüche im Gange. Neuerdings ist die Industrie unter fachmännischer Leitung und unter künstlerischer Mitwirkung wieder aufgeblüht. Besitzer der Brüche ist die Sächs. Serpentingesellschaft. Der Stein wird hauptsächlich zu Grabplatten, Denkmälern, Urnen, Dosen, Säulen, Gesimsen, Schreibzeugen, Schmucksachen und dergl. verwendet. In der Zöblitzer Kirche befinden sich schöne Arbeiten davon.
Vom Bahnhof zur Stadt ca. ½ Stunde, es verkehrt ein Postomnibus.
Von Zöblitz Bahnfahrt nach Chemnitz.
e) Zöblitz – Morgensternhöhe – Vogeltoffelfelsen – Teufelsmauer – Nonnenfelsen – Katzenstein (2 Std.) – Pobershau (½ Std.) – Marienberg (1¼ Std.)
Wanderzeit: ca. 4 Std.
Ausgangspunkt: Markt Zöblitz: 25 Min. vom Bahnhof. Linie Chemnitz–Reitzenhain.
Auf der Olbernhauer Straße den rot-weißen Marken nach bis zur Tafel Grenzbezirk. Nun bis zum Wegweiser Morgensternhöhe. 5 Minuten hinauf zur Höhe.
Hier sind vom Erzgebirgsverein Ursprung Fahnenmaste, Pilz und Ruhebänke aufgestellt worden. Die Aussicht ist prächtig, das Gelände sehr günstig für Wintersport. 707 m hoch.
Nun zum Wegweiser zurück. Den rot-weißen Marken folgen bis zu einem rechts abgehenden Weg. An einer Fichte ein Wegweiser. Auf diesem Wege geradefort in den Wald, in diesem nach rechts auf einem schmalen Wege zum Vogeltoffelfelsen.
Felsbastei 690 m hoch. Fahnenmast und Bank. Herrlicher Blick ins tiefe Tal der Pockau, über die westlichen Höhen und Marienberg.