Der Tod fände in Dir höchstes Leben.

Wie ein Hündchen kannst Du hinter der Herde laufen, wie ein König auf Purpur lehnen. Wie ein Sträfling kannst Du Wellen mit den Rudern teilen, wie eine Lerche Melodien in den Äther schneiden. Deine Hand kann verträumt im Sande spielen und kann Gaben austeilen und Gerechtigkeit üben ohne Gesetze. Du kannst schlagen und töten. Du kannst gebären und aufrichten.

Als Deine Mutter Dich trug, liebte ich Dich. Als Dein Vater Deine Mutter ansah, liebte ich Dich. Als Deine Eltern, einander unbekannt, auf meiner Erde kindhaft spielten, liebte ich Dich.

Als hundert Jahre früher, ein Jüngerer von Deiner Menschenkraft träumte, Dich fliegen, herrschen und zeugen sah, siehe, auch da liebte ich. Denn schon fühlte ich Dich. Fühlte Dich zittern in Deiner Mutter Schoß. Wußte daß Dein Fliegen ein Gehen und ein Schauen sein werde.

Als Deine Mutter in Dir nur ihr Junges erkannte, und Dein Vater keinen Unterschied wahrnahm zwischen Dir und Deinen Brüdern, liebte ich Dich. Stark liebte ich da, denn Du konntest darauf nicht achten.

Schön warst Du, und willig wie eine Quelle und pochtest still.

Hilflos warst Du wie sie alle sind, abhängig von Menschenlaune wie vom Zug der Wolken. Deine Nahrung konnte Gift sein. Du hättest sie verzehrt, so arm warst Du an Kräften, nicht wie ein Tier mit Witterung und Triebespflichten, sondern wie ein Mensch, gefüllt mit Vertrauen und Torheit.

III

Niemand liebte Deinen kleinen Körper. Wie es nötig erschien, pflegten ihn die Großen. Ich war mitten unter ihnen. Sie sahen mich nicht. Und das war gut, denn meine Sprache wäre die ihre nicht gewesen.

So aber hätte ich gesprochen: