Er folgte ihr nach. — Ah, sehen Sie? Sie können mich nicht fangen!
Aber ich muß, sagte er.
Wenn ich will, sagte sie; nun wohl, hier will ich halten; ich werde mich auf dieseSchaukel setzen; sie hängt so schön zwischen diesen großen mächtigen Bäumen.
Schaukeln Sie mich, Herr Doktor, — und sie saß schon, und er schwang sie, daß sie hoch hinauf flog. Es war ein herrliches Bild, wie sie in den Lüften schwebte.
So, das ist genug, rief sie endlich, — sehen Sie? Dort ist eine Quelle, eine Heilquelle, und das Wasser darin ist weit und breitberühmt; so sprechend, sprang sie zur Erde und beide gingen zur Quelle.
Was sie sprachen, konnte ich nicht hören; ich sah nur, wie sie dort standen, und wie er dann kniete, — und ich glaubte damals, um Wasser zu schöpfen.
Der Tag endete so froh, wie er begonnen.
Der nächste Tag war ein Samstag. Es wartrübe, und der Regen fiel in Strömen herab. Ich saß am Fenster und sah die dicken Tropfen am Fenster-Glase herunterfließen. Ich sah auf die Straße und lachte, wenn dann und wann ein Mann schnell vorüber rannte. Sonst war alles öde, — auch in unserm Hause. — Martha sah ich den ganzen Tag nicht einmal; sie wäre ein wenig unwohl, ließ sie sagen, und hätte keinen Appetit.
Sonntag kam, die Sonne schien wieder ein wenig. Die Glocke läutete zur Kirche. Da sah ich Schwester Martha wieder zum ersten Male; sie war nicht mehr dieselbe.
Bist Du wieder wohl, liebe Martha, rief ich ängstlich?