Besten Dank für diesen Gruß, sprach Siegfried; doch, ihr solltet Gunther grüßen; er ist König am Rhein und er ist mein Herr. Er — dein Herr? sprach Brunhilde; — und was will er von mir?

Ich kam um deiner Schönheit willen, sprach Gunther, und deine Liebe will ich gewinnen.

So laßt uns gleich den Kampf beginnen, sprach Brunhilde, und legte ihren goldenen Panzer an.

Siegfried aber ging zum Schiffe, setzte die Tarn-Kappe auf und kam zurück — ungesehen.

Man zog einen großen Kreis. In diesem Kreise sollte der Kampf stattfinden. — Da stand Brunhilde; ihre Rüstung glitzerte von Gold und von Edel-Gestein, doch mehr als alles glänzte ihre Schönheit.

Da brachten vier Diener Brunhildens Schild; der war groß und dick und schwer; und Hagen sprach zum König:

Wie nun, König Gunther?es geht an Leben und Leib! — Das ist ein teuflisches Weib!

Dann brachten vier Ritter ihren Speer; derwog hundert Pfund.

O, wär' ich zu Hause! dachte Gunther.

Da brachten zwölf Ritter einen Stein, rund und breit; und Hagen rief laut: