In einem Schifflein zog er durch das Meer; und das Schifflein flog wie der Wind. Aber den Schiffer konnte niemand sehen; Siegfried segelte in seiner Tarn-Kappe. — Nach einem Tage und einer Nacht kam er in das Nibelungen-Land.
Dort stand eine einsame Burg auf einem hohen Berge.Dahin lenkte Siegfried seine Schritte und klopfte dort an eine Thür. Innen schlief ein Riese; der bewachte die Thüre, und neben ihm lagen seine Waffen.
Werpocht? rief der Riese.
Ein Ritter! antwortete Siegfried. Öffne!
Der Riese stand auf, zog seine Rüstung an,hob den Helm auf seinen Kopf, öffnete die Thür und schlug mit einerEisen-Stange nach Siegfried.
Dieser zog sein Schwert und schlug so gewaltig auf den Riesen, daß es durch den ganzen Berg schallte und daß auch der Zwerg Alberich erwachte.
Er rüstete sich und lief an die Thüre und kam in dem Augenblicke, als Siegfried den Riesen band.
Nun begann Siegfried mit Alberich zu kämpfen; erzupfte ihn an dem langen Barte, und der Zwerg schrie laut vor Schmerz. — Siegfried band den Zwerg, sowie er den Riesen gebunden hatte.
Wer bist du? rief der Zwerg.
Dein Herr! rief Siegfried. Treuloser Bösewicht, kennst du mich nicht besser? Vor Jahren war ich hier und habe den Berg erobert und dich und alle Nibelungen.