Gretchen: Wahrhaft wunderbar!

Dr. Albert: Was bedeutet denn dieses alles?

Otto: Ach, ich sehe, Albert, Du weißt nichts von der Geschichte seines Vaters. Wenn ich nicht irre, Albert, so hört man jetzt in jenem Zimmer das Finale einer sehr interessanten Geschichte, deren ersten Teil Frau Meister uns neulich erzählt hat. Hast Du ihm denn niemals Herrn Meisters Namen genannt?

Dr. Albert: Wie durfte ich denn? Fräulein Gretchen hatte es mir javerboten, und in der kurzen Zeit seines Hierseins hatten wir gar vieles zu besprechen. Er erwähnte zwar einmal, daß er später einen alten Freund seines Vaters aufsuchen müsse, einen Namen nannte auch er mir nicht. — Merkwürdig,wie sich das nun schickt!

Louis: Nein, — ich weiß nicht, was ich sagen soll; das ist gerade wie ein Roman.

Bella: O, wie glücklich ich bin, daß ich auch einmal einen Roman mit erlebt habe! Ich habe es immer gewünscht, — nun weiß ich doch auch, wie es ist.

Otto: Nun, Fräulein, wie denn?

Bella: Nun ja — so — o, ich weiß selber nicht wie, — so — so seltsam!

Dr. Albert: Das Leben, beste Freundin, ist voll von Romantik, glauben Sie mir.

Gretchen: Wie klein in diesem Momente der Kreis der Menschen erscheint, — denken Sie nur: Ihr Freund — meines Vaters alten Freundes Sohn!