Ein paar Nachbarn kamen herein un fragtn uns, was denn los is.
»Nix, ein Ahl,« sagte ich.
»Was?« sagtn sie.
»Ein guter Ahl,« sag ich un lach. »Ich glaube die Weiber sin nerwes geborn, so einen Lerm zu machn iber einem Ahl, den sie ganz ohne zu schrein, essn wern, wenn er auf der Schissl ligt.«
Sie sagtn ich bin ein schlechter Junge, meine Schwester so zu erschrekn, sie wirds filleich noch eine Woche lang schpihrn. So gets immer — immer bin ich schuld, auch wenn die eltere Schwester einem Ahl nich fon einer schwarze Schlange kennt!
Meine theiern Eltern sin schon drei Tage un Nechte weg. Ich komm zimlich gut forwerts, obwol sich meine Schwester ergert, das ich alle Tag fischn geh — gestern wider in meinen bestn Gewand das ich anzog weil wir frei hadtn un der Lehrer besuch erwartete. Wenn ich gewußt hedt, das ich ausbleibn wer, hedt ich die andern Kleider angezogn, weil ich die neun' schreklich zerriß, un mir den Rok mit Teer einschmirte, wi ich damit auf dem Wagohnrad anschtreiffte, weil ich unter den Wagohn wahr un die Nadl herauszog damit das Rad weg rollt un di Meelfesser zerschpringen un das Mehl herumfligt. Es wahr ein großer Schpaß. Drei Fesser zerschprangen. Ich krigte sehr fihl Mehl auf mir, weil ich drin schpilte, wi die Fesser zerbrochn warn un das is nich besonders gut fir neie Kleider.
Ich konnte nich fihl Fische fangen, ich hadte eine Menge anre Sachn zu thun. Ich kam um fier Uhr zuhaus un ging fon rikwerts hinein in mein Zimmer un zog meine alte Kleider an, damit Elsbett nich schimft.
Elsbett is ein greßlicher Feiglin. Sie firchtet sich for so Reiber seit Papa und Mamma weg sind, das sie bei Nacht nich schlafn kann un deswegn sitzt sie mit den Tellergrafnbeamtn bis um 12 in Sallohn. Dann geht sie henauf in ihr Zimmer, schaut runderum, unters Bedt leßt die Lampe brennen un traut sich die ganze Nach nich einzuschlafn. Ich weiß nich warum grad Medchen solche Feiglinne sind.