Ich sehe aus di Zeitungn, das das damals ein sehr aufgeregter Tag wahr am Nigijarra. Ein pahr Menner sahn einem kleinen Jungen in einen kleinen Boht eine einsahme Farth den Niagjarra henunter machn; sie lifn un schrihn, aber das half nichs. Anre Leite sahn das Boht un schrihn un lifn, aber auch das half nichs. Der tafferste Mensch auf der Welt hedte den kleinem Jungen nich helfn kennen. Weiter un weiter ging es. Oh es wahr greßlich! greßlich! Er schtrekte seine arme, kleine Hende aus zu den Leitn am Ufer. Er machte die Augn zu un sagte ein Gebeht. Er ferschprach seinen Fatter un Mutter zu ehrn, seiner Schwester zu folgn un nih wider in einer Patsche zu kommen, un ein brafer Junge zu wern. Ich glaube die Forseung herte dem kleinen Schorschi un wollte es noch eimal mit ihm probihrn. Wenn alle schlechte Jungen frih schterbn mechtn, so blib keiner ibrig um groß aufsuwaksn un Presedennt fon die fereinigte Schtaatn zu wern. Das Boht fom kleinen Schorschi rannte auf einem scharfn Felsn un blib dort schtekn.

Die Leite schtandn zu hunderte am Ufer un schtarrtn auf ihm, wi wenn er ausgeschtellt wer. Ein Mann rif ihm zu, sich anzuhaltn un das wahr sehr gescheit. Die Sonne ging langsam unter un er dachte, wi firchterlich es sein muß in finstern unterzugehn; er glaubte seine theire Mutter zu sehn, wi si mit den Hendn winkte un ihm Kisse zuwarrf. Oh, wi sehr winschte er, er hedte ihr immer gefolgt! Wi traurig wirde es sein Lils Babi nih widerzusehn. Er winschte, er hedte nih fersucht, es aus der Kanohne zu schißn. Das warn ein pahr fon di Gedankn des armen Jungen.

Ich weiß nich genau, wi es gescha, aber der kleiner Schorschi wurde geredtet. Der Franzohse that es. Sie schossn ein Seill iber dem Fluß un machtn es auf beidn Seitn fest; dann ging der Franzohse auf dem Seill qweriber, bis iber das Boht, warf eine Schleife iber Schorschi un sagte ihm, er soll sie sich unter der Aksl fest machn un nur ganz ruig bleibn; dann zog er ihm henauf, befal ihm di Augn zuzumachn un schtillzuhaltn — Forsich wirde das ibrige tun. Un er brachte es fertig.

So eine Ssene! So ein Hurrageschrei un gejauchze! Mamma umarmte dem Seilltenzer, wi wenn er ihr lang ferlorner Bruder wer un fihl wi tot in Ohmach un di Leite brachtn sie un mich im Hotell. Papa gab ihm auf der Schtelle einem Scheck fir 500 Doller un sagte, er is ein taffrer Kerl. Aber Papa sagte mir innsgeheim, er glaubt, es kostet mer mich großzuzihn, als ich werth bin — er hedte gelesn, das es 5000 Doller kostet, ein gewehnliches Kind zu erzihn, aber ich hedte ihm bis jetz schon finfmahl mehr gekostet — abgesehn, was ich noch anre Leite gekostet hab, un di Bricke, die ich in der Lufft geschprengt hab un die Schtadthalle.

Ich glaube, er hedte mich nich gleich am erstn Abns fon meiner wunderbahre Redtung scheltn solln — aber so sin schon undankbahre Eltern. Mamma hadte in der Nach noch ein pahr Ohmachsanfelle; der Dokter sagt, der Schrek hedte sie tetn kennen, sie wirde es fir langer Zeit nich iberwindn. Ich hedte wirklich das Boht nich genomen, wenn ich nich gans unschuldig ein bischen fischen un meinem Fater mit ein par Fische hedte iberaschn wolln, un das Wasser schaute so gladt un ruig aus. Das ergste dran is, das ich mein neies Taschnmesser ferlohrn hab — es wird nie gefundn wern, weil ich es dort falln liß, wo das Wasser schreklich schnell geht.