Wir kahmen so schnell nachaus am nechstn Tag, als wir nur konntn un Mamma ligt jetz zu Bedt. Es war thericht fon ihr, so zu erschrekn, befor sie wußte ob ich geredtet wern kann. Es schihn fir dem Franzohsn ganz leicht mich zu redtn — obwol es das lezte fom kleinen Schorschi gewesn wer, wenn das Boht nich an dem Felsn hengn geblibn wer.
Jetz also hat mich Elsbett ferschprechn lassn das ich mich ender un ich hab es auch — follkommen; un weil du jetz, libes Tagbuch, schon follgeschribn bist, will ich dir auf lang Lebwol sagn, bis ich ein anres bekomm.
Fertrocknet is di Dinte mir, es fehln mir di Gedankn—
Meine Lib allein zu dir, di wird nimmer wankn.
Schorschi.
NB. Die Leite sin schreklich aufgeregt wegn die Wahln. Mein Papa is einer fon di Schtimmenzehler un ich un Henschen habn einen Plahn gemacht, damit wir ein bischen Schpaß habn. Ich will es nich erzehln, befor es losgeht. Wir habn ein Teerfaß un eine Menge Zindhelzer hinter der Scheine. Kann sein, das wir Mulys Kalb bratn, wenn si nich wi gewehnlich am Markplatz einem ganzn Oksn bratn — aber nur nichs aus plauschn! Wir wolln unsre Familjen iberaschn.
[Er beteiligt sich an den Wahlen]
Ich weiß nich, ob ich jetz noch mit den kleinen Hans ferkehrn darf, un Lischen sagt, si wundert sich, das ich mit einen kleinen Jungen fon seinen Alter umgeh, — ich muß mit greßern Jungen ferkehrn. Sie is beina elf, hibsch wi ein Bild; so große schwartze Augn, so modisch! Di is eimal herausgeputzt, sag ich! Sie is auf Besuch bei uns, un Mamma sagt, das is gescheit, sie is elter un kann mich dafon abhaltn, Dummheitn zu machn. Ich kann ihr das Hahr nich abschneidn, weil es schon abgeschnidtn is un so sin wir gute Freinde. Mir scheint, sie hat mich sehr gern un ich hab sie greßlich lib. Sie hat eine Manihr ihre Frisuhr zu tragn, di zum schtaunn is.