Das heißt, man kann sich nich zurikhaltn Sachn zu nehmen. Wi ich dazu kam, einer zu sein, war so. Ich hab dir erzehlt theires Tagbuch, fon den Ofnrehrnloch iber Frau Pitkins ihrn Schreibtisch.
Gut, sie besuchtn meinen Koffer so gut wi di fon die andern Jungen um herauszufindn, ob es Radtn warn oder Geister, oder was es wahr. Das war eine schöne Bescheerung, was sie alles in meinen armen kleinen Koffer fandn! Frau Pitkins Lohrnette, Schpitznkragn, Schönheitswasser, 2 Schteknadlpolster, 6 Taschnticher, 1 Kideparih, 1 Flederwisch, 1 Redekühl un eine Briftasche mit 50 Cent drin, ein zugebundnes Pakett, das si grad eingekauft hadte, ein par neie Kamaschn un zuletz aber nich als wenigstes Professer Pitkins silberne Uhr un seine neie Perike, um die er tellergrafihrt hadte, wi ich seine alte im Ofn schtekte, un di er unforsichger Weis am Schreibtisch lign liß, wi er in der Badwanne schtig un fon der sich niman erklern konnte, wiso sie ferschwundn wahr, hechstens das di Radtn sie ferschleppt habn, un das war ein schwerer Ferlust. Sie kostete 20 Doller, außer das es noch so ungenehm wahr, bei kaltn Wedter so kaalkepfig zu gehn. Also sagtn sie, ich muß ein Kleptomahner sein.
Aber ich mechte wissn, wi ein kleiner Junge mit einer Nadl an einer Schnur iber einen offnen Ofnrehrnloch schtehn soll, ohne zu fischn, wenn di Lufft rein is! Ich wollte die Sachn ja zurikgebn, wenn Gelegnheit is, aber sie sagn ein Kleptomahner gibt oft die Sachn wider zurik un das macht es noch klahrer, das ich einer bin. Also is das Loch zugeschtopft worn un alles is wider so fad wi früer.
Jedn Freitag ziht der Professer einen reinen Kragn an un di Leite kommen nachmittag aus dem Ort zur Prifung. Ein paar Jungn lesn Aufsetze for, ein paar sagn Gedichte auf, di sie auswendig gelernt habn un mehre sagn zusammen etwas auf.
An den Tag birstet Fräuln Haven mir di Haare un kißt mich un sagt ich bin sehr hibsch in meinen neun Gewand. »Nun sei ein brafer Junge, Schorschi, un ich wer schtolz auf dir sein!«
Ich hab sie so lib, wi meine Schwestern, außer Lilly. Ich hoffe ihr Schiff wird bald im Hafn laufn. Ich werd sie besuchn, wenn es is. Ich mechte wissn, ob sie auf den Schiff wohnen wird. Ich hoffe. Heute sollte ich etwas aufsagn. Ich schtig auf dem Podeum, machte eine Ferbeigung un sagte es sehr laut. Frau Pitkins hadte mir es aufgeschribn. Es war iber der Schule. Sie schrib mir auf:
»Wi gliklich sin unsre Schultage! Di gliklichsten unsres Lebens.
»Kleine Jungen, deren Eltern es aufwendn kennen, ihre Kinder in eine gute Schule zu gebn, solltn der Forseung sehr dankbar sein. Die armen Kinder der Schtraße sehnen sich fergeblich nach solchem Glik. Wir soltn es uns zu Herzn nehmen solang unser Geist jung un emfindlich is: — Unsre Nazjohn ferdankt ihre Greße nur ihren forziglichen Erziungsmittln, unter welchn di Erziungsanschtalt fir Knaben zur Forbereitung fir die hehern Schulen den ersten Rang einimmt.«