B. Oder zu Fuß frühmorgens (mit Gepäckträger als Führer) von Nikkō in 2 Tagen (67 km Fußmarsch) sw. längs des Abfalls des Nikkōgebirges durch das Tal des Watarasegawa; am 1. Tag auf schlechten Wegen über den (13 km) Hosootōge mit 1250 m Paßhöhe. Beim Dorfe Miko-uchi folge man der l. abbiegenden Bergwerksbahn, weil deren Weg meist besser sein soll; man erreicht gegen Mittag (30 km) Ashio (700 m; Hotel Chōwakwan, 24 Z., Pens. 4-7 Yen, europ. Küche), Ort mit berühmtem Kupferbergwerk, in einem tiefen Tal. Die drei Bergwerke sind: Honzan, das größte, nördl. von Ashio; Kotaki westl. und Tsudo dicht beim Gasthof. Der Betrieb ist lebhaft und modern, in Privatbesitz ( Furukawa & Co., Tōkyō) und sehenswert. Man übernachte in Ashio nach Besichtigung des nächsten Bergwerks.
Wenn man 1 Tag länger in Ashio bleiben kann, besteige man den Kōshin-zan, dessen Klippen etwa 10 km nw. von Ashio, bei Bessho, 1370 m ü. M., sehr sehenswert sind. Von Mi-harashi schöner Blick in die Tiefe. Die Klippen tragen Namen: Sanjū-sangen sind der Kwannon geweihte Abhänge; Kinoko-seki, die Pilzklippe; Yagura-seki, die Mauertürme; ( Urami-ga-taki, ein Wasserfall); Goshiki no seki, die Fünffarbenklippe etc. Auf dem Gipfel Oku-no-in (1660 m) sind 3 Höhlen mit Heiligenschreinen. Abstieg von da in 2 1 / 2 St. Nur Schwindelfreie können den anstrengenden Weg, der oft an Abgründen vorbeiführt, machen.
Von Ashio frühmorgens Wanderung durch das romantische Tal des Watarase-gawa abwärts über (40 km) Sōri (Gasthof) nach (49 km) Gōdo (Gasthof Tamaya, Mittagessen). Nm. weiter über (53 km) Hanawa (Gasthof) nach (67 km) Ōmama ( Hotel Hayashi-rō, am Bahnhof; Toyoda-kwan, in der Stadt), einer langgestreckten Stadt am Fuße des Akagisan.—Von hier mit Eisenbahn (25 km) in 3 / 4 St. nach (92 km) Maebashi (S.408 ); von da mit Rikscha, wie oben beschrieben, nach.
Ikao ( Ikao Hotel, europ.; Budayu; Ishizaka, europ. Küche, u. a., jap.; gutes Teehaus), kleiner Bergstadt am NO.-Abhang des Harunasan, 760-826 m ü. M. Die malerische Hauptstraße besteht aus Treppenstufen; westl. hinter den Häusern liegt der steile Abhang Yusawa, wo ein Gießbach schäumt. Ikao ist beliebte Sommerfrische, reich an schönen Aussichten auf das Nikkōgebirge und das Tal des Tonegawa und besitzt heiße, eisenhaltige Quellen von 45° C. Spaziergänge in prächtiger Gegend nach Yumoto ( 1 / 4 St.); auf den Kompirasan ( 1 / 4 St.); nach Mushi-yu ( 3 / 4 St.); über ( 1 / 4 St.) Nanae-no-taki (siebenfacher Wasserfall) zum (1 St.) Benten-daki; nach Mizusawa no Kwannon ( 3 / 4 St.).
Von Ikao steil bergauf 7 km zum *Harunasee (etwa 1000 m), einem Kratersee zwischen Felswänden mit vorzüglichen Lachsen. Am Südufer entlang (gutes Teehaus, wo man übernachten kann) und l. 1 / 2 km hinauf gelangt man zum Tenjin-tōge, einer Paßhöhe von etwa 1100 m mit schöner *Aussicht, wo ein kleines Teehaus Haruna liegt. 4 km steil abwärts steht in prächtigem Wald in freundlichem, idyllischem Tal der kleine *Tempel von Haruna mit kunstvollen Holzschnitzereien.
Etwas unterhalb des Tempels ragt die merkwürdig geformte Klippe Kurakake-iwa, auf; einige Minuten weiter liegt das Dörfchen, wo die Frauen und Kinder der Priester wohnen.—Nun bergab auf schönem Wege über Sannokura nach (32 km von Ikao) Matsuida (Bahnhof der Karuizawabahn); von da mit Rikscha etwa 4 km in das kleine Dorf Myōgi (Gasthöfe: Hishiya, 25 Z., Pens. 1-3 Yen), in prächtiger Felsengegend am Fuße steiler, bewaldeter Bergzacken; über dem Dorfe nahe dem Gasthof eine alte malerische Tempelanlage aus dem 10. Jahrh.; von der Haupthalle führt eine Steintreppe zum Oku-no-in (Allerheiligsten). Von da steigt der Fels steil an.
Ikao-Haruna. Ikao-Haruna.
Tüchtige Felskletterer können mit zuverlässigem Führer (aus Myōgi) und Strohsandalen nebst Bergstock zu dem an langer Stange befestigten Buchstaben (chines. dai = groß), der wie A aussieht, hinaufklettern, der auf dem Bergzacken Haku-un-zan (Gipfel Myōgi Jinja Chōjō genannt) aus Bambusstangen aufgerichtet ist. Die Kletterei ist gefährlich und ohne Anseilen nicht anzuraten; man braucht gut 2 1 / 2 St. bis zum Gipfel und muß lange Strecken von Baum zu Baum hochklettern; zuletzt ist ein enger Kamin zu überwinden. Auf der Haku-un-zan-Spitze prachtvolle *Aussicht über Berge und Wälder des Myōgi-san bis nach Haruna. Der Abstieg ist schwieriger als der Aufstieg.—Weniger gefährlich ist der Aufstieg zum Daikoku-san, 2 1 / 2 St. von Myōgi (Führer nötig), und zum Kinkei-san, ungefährlich, erst 1 St. eben nach dem Dorfe Sugawara, dann 1 1 / 2 St. steiler Aufstieg.
Rückweg von Myōgi nach Matsuida, von da mit der Bahn über (6 km) Yokokawa nach (19 km) Karuizawa ( Mikaza Hotel, Karuizawa Hotel, Mampei Hotel, Auston Hotel, sämtl. Pens. 3-9 Yen), Dorf und beliebte Sommerfrische für Europäer aus Yokohama und Tōkyō auf einer Hochebene 1150 m ü. M.; im Sommer Klubs, Konzerte, Bälle. Von hier sehr lohnende, aber anstrengende Besteigung des höchsten aktiven japanischen Vulkans, des *Asama-yama (Führer erforderlich); man reitet in 2 1 / 2 St. (Pferd mit europ. Sattel 3 Yen) zum Fuße (18 km); in Oiwake, etwa 10 km unter dem Krater, ist im Sommer Unterkunftsstation im Betrieb; das Donnern des Lavastroms wird als großartig geschildert. Zurück mit der Bahn über (25 km) Takasaki (Gasthof am Bahnhof), eine blühende Gewerbestadt am Karasugawa, alter Daimyōsitz, und (96 km) Ōmiya (S.403 ) nach (125 km) Tōkyō (S.393 ) und von da zurück nach Yokohama (S.388 ).