der Gesamtverkehr 5074808 t, Zunahme  23 %
für England 4126245 t,  20
Italien  102047 t,  28
Frankreich  239042 t,  63
Deutschland[186]  122557 t, 226

Ganz außerordentlich ist hiernach die Steigerung des deutschen Verkehrs[186]. Hoffentlich ist sie keine zufällige und vorübergehende, sondern ein Beweis von dem zunehmenden und nachhaltigen Erfolge der deutschen Bestrebungen zur Hebung des direkten Exports.

Die Zahl der Reisenden, welche den Kanal 1885 passierten, belief sich auf 205951 (gegen 151916 im Jahre 1884), darunter 43813 Engländer.

Im allgemeinen haben zu dieser günstigen Verkehrsentwicklung auf dem Suezkanal vor allem die guten Ernten der letzten Jahre an Reis, Getreide, Baumwolle und Thee in Indien, China und Australien, ferner die Verdrängung der Segelschiffahrt durch die Dampfschiffahrt und endlich die Zunahme des direkten Verkehrs mit Australien am meisten beigetragen. Andererseits hat der Suezkanal befruchtend auf den Handel gewirkt und namentlich den indischen Handel, welcher im Jahre 1882 zu 86,61% über den Kanal verkehrte, rasch anwachsen lassen. Nach konsularischen Ermittlungen gestaltete sich der Warenverkehr wie folgt:

Warenbewegung durch den Suezkanal im Jahr 1882, in Tonnen.

Von Europa.
Fabrikate 1830197
Kohlen  474440
Eisen, Schienen   17150
Petroleum    9950
Salz    6150
Kabeldraht    3880
Zusammen 2341767
Nach Europa.
Getreide  462380
Ölsamen  359510
Reis  344850
Thee  147020
Jute und Hanf   68680
Baumwolle   64810
Zucker   38930
Kupfer, Zink   31340
Häute   25400
Kaffee   18340
Tabak   17400
Wolle   15800
Verschiedenes  216325
Zusammen 1810785

Bezüglich der Kanalabgaben sei noch bemerkt, daß der Zoll vom Netto-Tonnengehalt der Schiffe in Höhe von 9,50 Frcs. per Tonne erhoben wird. Da die Schiffe im Durchschnitt einen Netto-Raumgehalt von 2000 t haben, so beträgt die Kanalabgabe für ein Schiff im Durchschnitt die respektable Summe von 19000 Frcs. Auch jeder Passagier hat für die Kanalfahrt 10 Frcs. zu entrichten.

4. Finanzielle Verhältnisse. Das kühne und bedeutsame Unternehmen der Durchstechung der Landenge von Suez hat sich auch als ein geschäftlich glückliches erwiesen[187]. Das nominelle Aktienkapital verzinste sich 1882 auf 20%. Das Jahr 1872 ergab zuerst einen Überschuß und zwar von 2071279 Frcs.; derselbe hat sich im Jahre 1883 auf 35,8 Mill. Frcs. gesteigert (1884: 34 Mill. Frcs., d. i. 17,45%).