Mil. l. XXXIX. — Michelangelo erhielt von den Erben Julius II. 1516 die Erlaubnis, nach Belieben in Rom, Florenz oder Carrara an dem Denkmal zu arbeiten. Tatsächlich ging er 1516 nach Carrara, um Material zu beschaffen, und war auch einige Zeit in Florenz. Von hier aus schrieb er an seinen Vater, der sich in Settignano, einem kleinen Ort nahe bei Florenz, aufhielt, den Brief. Siehe auch Br. 9.
Mil. l. CXII.
Mil. l. CCCLXXXI. — 1520 wurde Michelangelo vom Kardinal Giulio de Medici beauftragt, für die Mediceer in Florenz ein Familiengrab zu bauen. 1521 erhielt er eine Anzahlung und schloss mit einigen Steinmetzgewerkschaften in Carrara Verträge auf Lieferung grosser Marmormengen. Bald machte ihm aber der unbeständige Kardinal, der zudem durch die politischen Wirren (die Kämpfe Karls V. mit Franz I.) in Geldnöte geraten war, Schwierigkeiten. Er erklärte sich nicht bestimmt über die Art der Ausführung und zögerte mit den Zahlungen. Die Arbeiten ruhten, his Giulio 1523 als Clemens VII. den päpstlichen Thron bestieg. 1524 begann der Bau der Kapelle (nuova sagrestia di San Lorenzo) und war bald zu Ende geführt. Über die letzten Arbeiten, Laterne und Goldkugel, berichtet der Brief. Der Papst, der wohl wissen musste, dass es Michelangelos Charakter unmöglich war, die Leitung einer Arbeit mit einem anderen zu teilen, versprach doch Andrea Sansovino die Teilnahme an dem Werke. Im vorliegenden Brief verwahrt sich Michelangelo dagegen. — Über seine Stimmung während dieser Arbeiten vgl. Ged. No. 1 und Br. No. 11.
Mil. l. CCCXCVII. — Sebastiano del Piombo (1485–1547) gehörte in Rom zur Partei Michelangelos gegen Raffael. — In dem am Schluss des Briefes erwähnten Porträt vermutet Milanesi das wahrscheinlich verlorene Bildnis des Francesco degli Albizzi, das Sebastiano in jener Zeit vollendet und nach Florenz gesandt hatte.
Mil. l. CXXIX. — Der 1532 mit den Erben Julius II. abgeschlossene Vertrag bestimmte, dass Michelangelo Zeit und Arbeit zwischen Rom und Florenz teilen dürfe. — Mona Margherita war eine nahe Verwandte. — Ser Giovan Francesco Fattucci war Kaplan von Santa Maria del Fiore in Florenz und mit Michelangelo sehr eng befreundet.