[13.]

Mil. l. CDXXIII. — Der „Abgott“, der wohl auch das Feuer entzündet hat, das Michelangelo verzehrt, ist Cecchin Bracci. — Der Dichter schickt seinem Freunde ein bereits umgearbeitetes Madrigal und spricht von einer Zusammenkunft am Sonntag. Bei solchen Gelegenheiten wurden die Gedichte durchgesprochen und gemeinsam ausgefeilt.

[14.]

Mil. l. CDXXXIX. — Monsignor di Todi, Federigo Cesi, später Kardinal von San Pancrazio. — Urbino, eigentlich Francesco di Bernardino degli Amatori, war Michelangelos Diener, Farbenreiber, Gehilfe, Schüler und auch Freund. Vgl. Br. 27.

[15.]

Mil. l. CDXLVII. — Der Brief begleitete eines der Epitaphien auf Cecchinos Tod (G. No. 8: das 5. der unter No. 15 der Auswahl zusammengestellten.). — Riccio hatte wohl am vorhergehenden Tage eine Ansicht ausgesprochen, die Brief und Gedicht widerlegen.

[16.]

Mil. l. CDLIV. — Die Datierung von Brief 16 und 17 ist die von Milanesi getroffene. Nach Frey besteht für sie ebenso wie für die von Ged. No. 22, das mit Br. 16 abgeschickt wurde, der Spielraum von 1538–41 oder 1544–46. (41–44 war Vittoria in Viterbo.) — Vgl. Anm. zu Ged. No. 22.

[17.]

Mil. l. CDLV. — Vgl. die Briefe Vittorias No. 1 und 2; der vorliegende Brief fällt wohl zwischen sie. — Die letzten Zeilen deuten vielleicht auf eine Absicht Michelangelos, die Zeichnung — den Cruzifixus — als Gemälde auszuführen. „Mein Plan ist misslungen“ übersetzt: „è stato guasto il mio disegno“ und würde auf eine Vereitelung dieser „Absicht“ anspielen, „disegno“ kann auch mit „Zeichnung“ übersetzt werden. „Meine Zeichnung ist misslungen.“ Der Sinn wäre wohl derselbe.