Ich fühlte die Nothwendigkeit, meine Gedanken in einem vertrauten Gespräche zu ergießen . . . aber mit wem . . . Was macht jetzt Wära, dachte ich? ich würde viel darum gegeben haben, hätte ich ihr in diesem Augenblicke die Hand drücken können. Plötzlich höre ich rasche und ungleiche Schritte . . . wahrscheinlich Gruschnitzki . . . und so war es in der That.
— Woher?
„Von der Fürstin Ligoffska,“ antwortete er sehr wichtig; „o, wie Mary singt!“
— Weißt Du was, sagte ich zu ihm, ich wette, sie weiß nicht, daß Du Junker bist; sie denkt gewiß, Du seiest ein degradirter Offizier . . .
„Das kann sein; was geht das mich an,“ antwortete er mit Zerstreuung.
— Nein, ich meine nur so.
„Aber weißt Du wohl, daß Du sie heute außerordentlich aufgebracht hast? Sie fand, daß Dein Betragen unerhört frech war; ich konnte sie nur mit Mühe überzeugen, daß Du eine gute Erziehung habest und die Welt zu gut kennest, als daß es Deine Absicht hätte sein können, sie zu beleidigen; sie meint, Du habest einen unverschämten Blick und wahrscheinlich eine sehr hohe Meinung von Dir selbst.“
— Sie irrt sich nicht! . . . aber Du, willst Du nicht ihre Eroberung machen?
„Leider habe ich noch kein Recht dazu.“
— Aha! dachte ich, er nährt also doch bereits Hoffnungen.