Sie heftete einen düstern, tiefen Blick auf mich und schüttelte das Haupt; ihre Lippen wollten einige Worte hervorbringen, vermochten es aber nicht; ihre Augen füllten sich mit Thränen; sie ließ sich in den Lehnstuhl gleiten und bedeckte ihr Gesicht mit den Händen.

— Was ist Ihnen, Fürstin? sagte ich, und ergriff ihre Hand.

„Achten Sie mich denn gar nicht? . . . O! verlassen Sie mich! . . .“

Ich machte einige Schritte . . . Sie richtete sich im Sessel auf, ihre Augen funkelten . . .

Ich blieb an der Thür, die Klinke in der Hand, stehen und sagte:

— Verzeihen Sie mir, gnädige Fürstin! Mein Verfahren ist das eines Wahnsinnigen . . . es soll nicht wieder vorkommen, ich werde meine Maßregeln darnach treffen . . . Was ginge Sie auch Das an, was bisher in meiner Seele vorgegangen? Sie sollen es niemals erfahren, es ist soviel besser für Sie; leben Sie wohl!

Beim Hinausgehen kam es mir vor, als hörte ich sie schluchzen. Ich trieb mich bis zum Abende zu Fuß in den Umgebungen des Maschuk herum, ermüdete mich fürchterlich und warf mich, sobald ich nach Hause zurückgekehrt war, in vollkommener Abspannung auf’s Bett.

Doktor Werner besuchte mich.

„Ist es wahr, daß Sie sich mit der jungen Fürstin Ligoffska vermählen?“

— Wie so?