Es war Gruschnitzki und der Dragonerhauptmann.

Mit einem fürchterlichen Faustschlag auf den Kopf warf ich den Letztern nieder und stieß ihn mit einem Fußtritte vor mir in’s Gebüsch. Alle Fußwege des Gartens, welcher den sanften Abhang zwischen unsern Häusern bedeckte, waren mir bekannt.

„Diebe! Wache!“ schrieen sie . . . ein Schuß ertönte; der rauchende Pfropfen fiel fast zu meinen Füßen.

Innerhalb einer Minute war ich schon in meinem Zimmer, zog mich rasch aus und legte mich. Kaum hatte mein Diener die Thür zugeschlossen, als Gruschnitzki und der Kapitain schon bei mir anklopften.

„Petschorin! Schlafen Sie? Sind Sie zu Hause?“ rief der Kapitain.

— Freilich schlafe ich, antwortete ich verdrießlich.

„Stehen Sie auf! — Diebe! . . . Tscherkessen! . . .“

— Ich hab’ den Schnupfen, antwortete ich, und fürchte mich zu erkälten.

Sie entfernten sich. Vergebens hatte ich ihrem Rufe geantwortet; sie suchten mich noch eine Stunde lang im Garten. Unterdessen war ein fürchterlicher Lärm entstanden. Aus der Festung kam ein Kosak herbeigesprengt. Alles war in Alarm, jeder suchte die Tscherkessen in jedem Busche und fand natürlich nichts. Viele aber waren höchst wahrscheinlich der festen Ueberzeugung, daß wenn die Garnison mehr Tapferkeit und Schnelligkeit entwickelt hätte, wenigstens einige zwanzig Stück von den Räubern auf dem Platze geblieben wären. —

Den 27. Juni.