Havelaars Gedanken wendeten sich wieder dem Punkte zu, wo sie abgebrochen waren.

—Weisst du auch, dass wir dem Doktor von damals die Rechnung noch nicht bezahlt haben? O, das ist sehr hart!

—Lieber Max, wir leben hier so sparsam, bald werden wir alles abthun können! Überdies, du wirst gewiss bald Resident werden, und dann ist alles binnen kurzer Zeit geregelt.

—Das ist nun gerade eine Sache, die mir Kummer macht, sagte Havelaar. Ich würde so sehr ungern Lebak verlassen ... das will ich dir erklären. Meinst du nicht, dass wir nach seiner Krankheit noch mehr von unserm Max hielten? Nun, so werde ich auch das arme Lebak lieben nach der Genesung von dem Krebs, woran es seit so vielen Jahren leidet. Der Gedanke an Beförderung lässt mich erschrecken: man kann mich hier nicht entbehren, Tine! Und doch, andererseits, wenn ich wieder bedenke, dass wir Schulden haben ...

—Alles wird schon gut gehen, Max! Müsstest du jetzt auch fort von hier, dann kannst du Lebak später helfen, wenn du Generalgouverneur bist.

Da kamen wüste Streifen in Havelaars Stickmuster! Es war Zorn in dieser Blume, die Schnürlöcher wurden eckig, scharf, sie bissen einander ...

Tine begriff, dass sie etwas Ungehöriges gesagt hatte.

—Lieber Max ... begann sie freundlich.

—Verflucht! Willst du die armen Teufel so lange hungern lassen? Kannst du leben von Sand?

—Lieber Max!