[276] lalayang: ein Spielzeug wie unser Papierdrache. Auf Java ergötzen sich nicht ausschliesslich Kinder mit ihm. Er hat keinen Schwanz und beschreibt allerlei unsichere Kurven, die durch Nachgeben, Einholen und Schiessenlassen des Bindfadens durch die Person, die ihn in der Hand hält, einigermassen beherrscht werden. Die Aufgabe bei diesem Spiel ist, der Schnur von dem Drachen des Gegenspielers in der Luft zu begegnen und sie zu durchschneiden. Aus den vielerlei lebhaften Anstrengungen hierbei entsteht eine Art Gefecht, das sehr ergötzlich anzusehen ist und die Zuschauer zu lebendiger Teilnahme zwingt. Die von Saïdjah hingestellte Möglichkeit, demgemäss „der kleine Djamien“ die Niederlage durch geschilderten betrügerischen Eingriff herbeigeführt haben sollte, ist, was die dabei erforderliche Geschicklichkeit im Werfen angeht, ein Indiismus.
[277] „er hat einen grossen Mund gehabt“: spezifischer Malayismus.
[277] „Salzmachen an der Südküste“: siehe unter Kap. VIII: garem glap: Schmuggelsalz.
[277] matah-glap: rasend. Näheres weiter oben erklärt.
[277] „den Brand, das Feuer töten“: spezifischer Malayismus.
[278] klappa: Kokosnuss. Klappabaum also: Kokospalme.
[278] Klagefrauen: beim Sterben eines Javanen wird schreckliches Geheul gemacht, nicht—wie früher bei uns—durch bezahlte „huilebalgen“, sondern von Verwandten, Bekannten und Nachbarn.
[279] kamuning: feines, gelbgeflammtes Holz, das nur aus der Wurzel des so benannten kleinen Bäumchens gewonnen wird, und das also nie gross im Stück sein kann. Es ist sehr teuer.
[279] kahin: der zum Gürtel gerollte slendang.
[280] ‚Grossvater‘ des Susukunan von Solo: der Sus. v. Solo ist der Kaiser von Surakarta. Er giebt in seinen offiziellen Korrespondenzen dem Generalgouverneur u. a. auch den Titel eines ‚Grossvaters‘.