—Richtig! Nun, das sind die ersten Niederschriften von Notas, offenbar Gegenstände enthaltend, worüber er mit dem Residenten sprechen wollte. Da lese ich ... sehen Sie: 1) Über den Reisbau. 2) Über die Wohnungen der Dorfhäuptlinge. 3) Über die Eintreibung der Landrenten u. s. w. Dahinter stehen zwei Ausrufungszeichen. Was wollte M’nheer Slotering damit sagen?
—Wie kann ich das wissen? rief Verbrugge.
—Ich weiss es! Das bedeutet, dass viel mehr Landrenten aufgebracht werden, als in die Landeskasse fliessen. Doch ich werde Ihnen dann etwas zeigen, das wir beide verstehen, weil es in Buchstaben und nicht in Zeichen geschrieben ist. Sehen Sie:
»12) Über den Missbrauch, der von den Regenten und niedrigeren Häuptlingen mit der Bevölkerung getrieben wird. (Über das Halten verschiedener Wohnungen auf Kosten der Bevölkerung u. s. w.)«
Ist das deutlich? Sie sehen, dass der Herr Slotering wohl einer war, der »Initiative« schätzte und selbst kannte. Sie hätten sich also ihm anschliessen können. Hören Sie weiter:
»15) Dass viele Personen von den Familien und Bediensteten der inländischen Häuptlinge auf den Auszahlungslisten figurieren, die in der That nicht teilnehmen an den Kulturarbeiten, sodass die Vorteile hiervon ihnen anheimfallen, zum Schaden der wirklich beteiligt gewesenen. Auch werden sie in den unrechtmässigen Besitz von Sawahfeldern gesetzt, während diese allein denen zukommen, die Anteil haben an der Kultur.«
Hier habe ich eine andere Nota: und zwar in Bleistift. Sehen Sie mal, auch darin steht etwas sehr Deutliches:
»Die Verminderung des Volksstandes zu Parang-Kudjang ist allein zuzuschreiben dem weitgehenden Missbrauch, dem die Bevölkerung ausgesetzt ist.«
Was sagen Sie davon? Sehen Sie wohl, dass ich nicht so excentrisch bin, wie es scheint, wenn ich daran gehe, Recht zu schaffen? Sehen Sie nun, dass auch andere dies thaten?
—Es ist wahr, sagte Verbrugge, der Herr Slotering hat über all diese Dinge mehrfach mit dem Residenten gesprochen.