—Und was folgte darauf?

—Dann wurde der Regent gerufen: es wurde abouchiert ...

—Jawohl, mündlich verhandelt! Und weiter?

—Der Regent leugnete gewöhnlich alles. Dann mussten Zeugen kommen ... niemand wagte, gegen den Regenten zu zeugen ... ach, M’nheer Havelaar, diese Dinge bieten soviel Schwierigkeiten!

Der Leser wird, noch ehe er mein Buch ausgelesen hat, ebensogut wie Verbrugge gewahr werden, warum diese Dinge als so besonders schwierig sich erwiesen.

—Mynheer Slotering hatte viel Ärgernis deswegen, fuhr Verbrugge fort, er schrieb scharfe Briefe an die Häuptlinge ...

—Ich habe sie gelesen ... heute nacht, sagte Havelaar.

—Und ich habe ihn mehrfach sagen hören, dass er, wenn keine Änderung einträte, und wenn der Resident nicht »durchgriffe«, sich direkt an den Generalgouverneur wenden würde. Dies hat er auch den Häuptlingen selbst gesagt auf der letzten Sebah, der er präsidierte.

—Da würde er sehr verkehrt gehandelt haben. Der Resident war sein Chef, den er auf keinen Fall umgehen durfte. Und warum sollte er das auch? Es ist doch nicht anzunehmen, dass der Resident von Bantam Unrecht und Willkür gutheissen wird?

—Gutheissen ... nein! Aber man klagt nicht gern bei der Regierung einen Häuptling an.