»Das ist nicht meine Sache, werter Vater Diakon,« rechtfertigte sich Nikolai Afanasjewitsch, während er seine Mütze suchte.
»Wieso denn nicht? Natürlich ist es deine Sache! Du mußt doch wissen, zu welchem Heiligen du betest!«
»Erlaubt mal, als ich zum erstenmal deshalb in die Kirche kam, gab ich dem Priester einen Zettel mit der Aufschrift ›um Rückkehr einer entflohenen Sklavin‹ und ein Fünfzigkopekenstück, darauf hielt der Priester einen Bittgottesdienst vor Sankt Johannes dem Krieger ab, und so ging es denn auch später.«
»Wenn die Dinge so stehen, taugt eben der Priester nichts.«
»Wieso? Wieso? Wieso? Wieso taugt der Priester nichts?« mischte sich plötzlich Vater Zacharia Benefaktow ins Gespräch.
»Weil er die Befugnisse seines Amtes nicht kennt,« erwiderte Achilla höchst selbstbewußt. »Wer betet denn um Rückkehr eines entflohenen Knechtes zu Sankt Johann dem Krieger?«
»Ja, was meinst du? Zu wem denn sonst? Zu wem? Zu wem?«
»Zu wem? Ihr habt es wohl vergessen? Neben dem Platz des Kirchenältesten hing früher an der Wand ein Blatt. Jetzt ist es fortgenommen. Allein ich erinnere mich noch ganz genau, welche Heiligen bei den verschiedenen Gelegenheiten anzurufen sind.«
»So.«
»Jawohl! und wenn Ihr's wissen wollt, – zu dem Heiligen Theodor Tyron hätte gebetet werden müssen.«