»Ja, Termosesow; Ismail Petrowitsch Termosesow.«
»Himmel, was für Leute unser Zar in seine Dienste nimmt!«
»Wie meint Ihr das?«
»Aber, ich bitte! Dies Gesicht, diese Lippen, und auf Festung hat er gesessen und ist wieder freigekommen, und Termosesow heißt er auch noch.«
»Das ist entsetzlich, nicht wahr?« rief Darjanow laut lachend.
Sechstes Kapitel.
Wir müssen nun, unter dem Zwange der Verhältnisse, welche den Gang unserer Chronik bedingen, den Stargoroder Propst für einige Zeit verlassen, um die Bekanntschaft eines ganz anderen Kreises derselben Stadt zu machen. Wir treten in das Haus des Akzisebeamten Biziukin, in dem die längst erwarteten Petersburger Gäste soeben eingetroffen sind: der Fürst Bornowolokow, ein alter Studiengenosse des Akziseeinnehmers, welcher irgend etwas revidieren oder einführen soll, und sein Sekretär Termosesow, ebenfalls ein alter Bekannter und Gesinnungsgenosse Biziukins. Es ist vormittags und der Postwagen, welcher die Gäste nach Stargorod gebracht hat, macht eben vor dem Hause Halt.
Biziukin selbst war nicht zu Hause, und so mußte ihn seine Gattin vertreten. Diese interessante Frau, die sich viel mit Politik beschäftigte, sah dem Besuche des Gastes nicht ohne innere Bewegung entgegen. Sie wollte sich ihm von ihrer besten und vorteilhaftesten Seite zeigen, und war vom frühen Morgen darauf bedacht, daß ihr Haus den besten Eindruck auf die Ankommenden mache. In aller Frühe prüfte sie sämtliche Gemächer und fand, daß eigentlich nichts ihrem Wunsche entsprach. In der Mitte des reinlichen, freundlich möblierten Wohnzimmers blieb sie stehen und dachte verzweifelt: