»Ich bin bloß Diakon.«
Hierauf drückten sie einander die Hände und Achilla lud Termosesow ein, es sich in dem Lehnsessel, hinter dem er stand, bequem zu machen. Termosesow jedoch lehnte diese Ehre höflich ab und setzte sich auf den zunächst stehenden Stuhl, während Prepotenskij, den hergebrachten Anschauungen seiner »Richtung« treu bleibend, sich möglichst weit entfernte, um gegenüber der weitgeöffneten Saaltür Platz zu nehmen.
Hiermit wollte er erstens andeuten, daß er mit der Gesellschaft im Wohnzimmer nichts gemein habe, und dann konnte er von seinem Platz aus die Biziukina sehen, welche alles hören sollte, was er sagte. Der Lehrer empfand die dringende Notwendigkeit, sein Ansehen wieder zu heben, welches durch das Erscheinen Termosesows stark beeinträchtigt worden war, und wartete auf eine günstige Gelegenheit, Streit vom Zaun zu brechen und der Biziukina, wenn auch nicht die Überlegenheit seines Geistes, so doch wenigstens die Reinheit seiner Überzeugung zu beweisen. Und da derjenige, welcher Streit sucht, in jedem Wort einen willkommenen Anlaß erblickt, so brauchte Warnawa auch nicht lange in Schweigen zu verharren.
Drittes Kapitel.
Beim Eintreten der neuen Gäste erzählte der Adelsmarschall Plodomasow dem Propst gerade von den jüngsten Reformen im Kirchenwesen.
»Seine Eminenz ist ein Mann von großen Geistesgaben,« meinte der Propst.
»Und auch ein großer Humorist,« bemerkte Tuganow. »Wir haben hier einen ungeheuer arroganten Gendarmenoffizier, der sich einbildet, alles zu können.«
»Das ist immer so, die Gendarmen können alles,« fiel Prepotenskij ein, ohne daß man auf ihn achtete.