»Was ist denn das? So kann man ja gar nicht reden!« rief er. »Ich bin allein unter lauter Kriechern und Heuchlern. Da habt ihr leichtes Spiel. Ich weiß nur eines: ich achte nichts Althergebrachtes.«
»Das eben ist althergebracht. Wann hat man bei uns je Achtung vor der Geschichte gehabt?«
»Weißt du was? Sei jetzt ganz still, du Schaf,« sagte Achilla in freundschaftlichstem Tone. Die Biziukina wandte sich verächtlich vom Lehrer ab, Termosesow versuchte noch einmal, ihn zur Seite zu schieben und trat ihm dabei auf den Fuß, so daß der Lehrer, der sich in der Aufregung leicht versprach, laut aufschrie:
»Au! Sie haben mir auf mein liebstes Hühnerauge getreten!«
Das »liebste Hühnerauge« rief ein schallendes Gelächter hervor, während dessen sich Tuganow von der Hausfrau verabschiedete.
Schellen erklangen und ein Sechsgespann frischer Postpferde fuhr den Tuganowschen Reisewagen vor das Haus. Wenn Prepotenskij sich noch rehabilitieren wollte, mußte es sofort geschehen, hastig riß er sich von Achilla und Termosesow los, die ihn festhalten wollten, und hüpfte auf seinem »liebsten Hühnerauge« zu Tuganow, indem er rief:
»Und ich werde doch immer weiter gegen den Adel und für das Naturrecht kämpfen.«
Tuganow drehte sich in der Tür um und sagte zu Warnawa:
»Die natürlichste Lebensform ist doch … das Leben der Pferde da, die mich gleich fortschaffen sollen. Aber sehn Sie, man spannt sie vor den Wagen, damit sie einen Edelmann ziehen.«
»Und wird sie unterwegs noch mit der Peitsche bearbeiten, daß sie fixer vorwärts kommen,« fiel der Diakon ein.