»Bei Gott, dieses Termoseslein ist ein Mordskerl,« predigte der Diakon. »Haben wir zwei es dem Lehrer nicht fein gegeben? Nicht? Nein, Bruder Termosesselchen, du darfst nicht fort von hier. Was hast du in Petersburg zu suchen? Hier können wir zwei beide im Winter Füchse fangen. Das ist ein Hauptspaß, Brüderlein. Nicht?«

»Freilich, freilich,« antwortete Termosesow und begann nun seinerseits den Diakon zu preisen und nannte auch ihn einen Mordskerl. Und dann küßten die beiden Mordskerle sich wieder.

Als das Fest sich zu seinem Ende neigte und Zacharia und Tuberozow schon heimgehen wollten, hielt Termosesow den Diakon am Ärmel zurück und sagte: »Du hast doch keine Eile?«

»Eigentlich nicht,« antwortete Achilla.

»Dann warte noch etwas, wir gehen zusammen.«

Achilla erklärte sich bereit und Termosesow schlug noch ein Tänzchen vor. Er tanzte zuerst mit der Postmeisterin, dann mit ihren Töchtern, dann mit noch zwei oder drei andern Damen, und zu allerletzt mit der Biziukina. Dann aber kriegte er den Diakon zu fassen, drehte ihn im Walzertakt ein paarmal herum und führte, als er ihn, wie eine Dame, an seinen Platz gebracht hatte, seine Hand an die Lippen, küßte aber die eigene.

Achilla, der darauf nicht im mindesten gefaßt war, geriet in Verlegenheit und riß seine Hand hastig zurück, Termosesow jedoch lachte unbändig und sagte:

»Hast du dir wirklich eingebildet, ich würde deine Kutschertatze küssen?«

Der Diakon war gekränkt und dachte: ›Am Ende hätt' ich mich lieber nicht mit dem Kerl einlassen sollen.‹ Aber da man sich gleich darauf auf den Heimweg machte, so schloß er sich der Gesellschaft an. Die Familie des Postmeisters, der Diakon, Warnawa, Termosesow und Madame Biziukina gingen zusammen. Erst wurde die Frau Postmeisterin mit ihren Töchtern nach Hause gebracht, und bei dieser Gelegenheit hörte Achilla, wie sie beim Abschied zu Termosesow sagte: