»Wir sind alle gleich: Kleinbürger, Adel und niederes Volk. Lassen Sie mich mit Ihrer Politik in Frieden, ich will jetzt trinken.«

»Aber Sie müssen doch zugeben, daß Leute mit Besinarmildung etwas Besseres sind, als …« stammelte Warnawa verwirrt.

»Da haben wir's!« unterbrach ihn Termosesow. »Erst das liebste Hühnerauge, und jetzt die Besinarmildung! Der richtige Cicero!«

»Das passiert ihm oft, wenn er aufgeregt ist. Er will ein Wort sagen und es kommt ein anderes heraus,« trat Achilla für Prepotenskij ein und erzählte, wie der Lehrer infolge dieses Defekts einmal beinahe um den Verkehr in einem sehr feinen Hause gekommen wäre. »Er hatte zu der Wirtin sagen wollen: ›Matrona Iwanowna, darf ich noch um ein Zitronenscheibchen bitten?‹ – und sagte statt dessen: ›Zitrona Iwanowna, bitte noch ein Matronenscheibchen!‹ was die Dame natürlich als Beleidigung auffaßte.«

Termosesow wollte sich ausschütten vor Lachen, faßte aber plötzlich Warnawas Hand, beugte sich zu ihm herab und flüsterte ihm ins Ohr:

»Geh sofort und schreib mir auf, was die Pfaffen und Edelleute heut geredet haben. Ich meine das von der Gewissensfreiheit und der Unduldsamkeit … Mit einem Wort: alles, alles …«

»Wozu denn?« fragte der Lehrer erstaunt.

»Das geht dich nichts an. Geh nur und schreib's auf. Du wirst später schon sehen, wozu. Wir unterschreiben es und schicken es an die richtige Adresse.«

»Was? Was wollen Sie tun?« rief Prepotenskij laut und fuchtelte erregt mit den Armen. »Eine Denunziation! Um nichts in der Welt!«