»Was soll ich dir geben, du Unglückliche, Ungesegnete? Meine Frau schläft, und ich habe kein Geld bei mir.«

»Gib mir etwas, was du nicht brauchst, dafür soll dir Ehre und Glück werden.«

»Was brauche ich denn nicht? Halt! du hast recht gesprochen! Ich hab' hier etwas, was ich nicht brauche!«

Und Tuberozow ging ins Zimmer und brachte seine sämtlichen Pfeifen heraus, den perlengestickten Tabaksbeutel und die Blechschachtel, in welche er die Asche zu schütten pflegte. Alles gab er der Zigeunerin und sagte:

»Da, du Zigeunerweib, bring das deinem Mann, ihm steht es besser zu.«

Natalia Nikolajewna schlief noch immer. Der Propst schrieb sich die Schuld zu, weil er sie durch seine lange Abwesenheit und seine Reden am Einschlafen gehindert hatte. Zwar hatte sie ihm nicht zugehört, aber ihre Ruhe hatte er doch gestört.

Er ging in den Stall und gab seinen zwei kleinen braunen Pferden selbst die doppelte Portion Hafer. Dann wollte er leise über den Hof ins Haus, als er plötzlich den Botengänger des Akziseeinnehmers Biziukin durch das Pförtchen kommen sah, welcher ein Buch unter dem Arm hatte.

Der Propst nahm das Buch, schlug es auf und wurde ganz rot im Gesicht. Im Buch lag ein Schreiben mit folgender Aufschrift: »An den Propst des Stargoroder Kirchspiels, Oberpfarrer Sawelij Tuberkulow.« Das Wort »Tuberkulow« war flüchtig durchstrichen und darüber geschrieben »Tuberozow«.

»Es wird um sofortige Empfangsbestätigung gebeten,« sagte der Bote.