Nun fragte sich's, wie man den Brief an seine Adresse gelangen ließ? Die nächste Post ging erst in zwei Tagen, eine Estafette schien beiden Beamten zu pomphaft, zudem konnte die Postmeisterin, die Freundin Termosesows, den alle nach den von Achilla gemachten Angaben für den eigentlichen Denunzianten hielten, diesem Ehrenmann mit derselben Estafette Nachricht geben.

Als er von dieser Schwierigkeit vernahm, erklärte der Diakon, er würde schon alles regeln; wenn der Brief nur fertig sei, setze er seinen Kopf zum Pfande, daß er sich morgen in den Händen des Adressaten befinde.

Abends, als es schon dunkelte, erschien vor dem Hause des Vaters Zacharia ein riesiger schwarzer Reiter, klopfte sacht ans Fenster und rief den »sanften Popen« beim Namen.

Zacharia öffnete das Fenster und fragte, als er den Reiter erblickte:

»Bist du es, der da als Schreckgespenst kommt?«

»Pst … Ruhe und Schweigen tun not!« antwortete der Reiter geheimnisvoll und suchte sein ungeduldiges Roß durch kräftigen Schenkeldruck ruhig zu halten.

Zacharia sah sich nach allen Seiten um – Straße und Ufer waren menschenleer – und flüsterte:

»Wohin willst du und was beabsichtigst du?«

»Ich kann Euch nichts mitteilen, denn ich habe mein Wort gegeben,« antwortete der Reiter mit derselben geheimnisvollen Miene wie vorhin. »Ich bitte Euch nur, sucht mich morgen nicht und fragt nicht nach dem Zweck meines Ritts … Doch, ob ich auch mein Wort gegeben, ich will's Euch allegorisch sagen:

Nordwärts zieht's den Kosaken hin
Und nicht nach Ruhe steht sein Sinn,