Mit dieser kategorischen Antwort mußte der Fürsprecher sich entfernen, und wieder lief er von Tür zu Tür, bat, flehte, drohte sogar mit dem menschlichen und göttlichen Gericht, aber alles war vergeblich.

Der Zwerg wurde krank und mußte sich zu Bett legen; die Unmöglichkeit, die Sache zum Austrag zu bringen, die er auf sich genommen, hatte die Kraft und die Geduld des eigenartigen Anwalts gebrochen.

Nun tauschten die beiden Alten ihre Rollen, und wie bisher Nikolai Afanasjewitsch den Propst täglich besucht hatte, so wanderte jetzt Sawelij, wenn er die vorgeschriebene Menge Holz gesägt und die Vesper im Kloster mit angehört hatte, nach dem großen Plodomasowschen Hause, wo der Kranke in einem kleinen Hinterstübchen lag.

Der arme Zwerg tat dem Propst unsagbar leid, er fühlte alle seine Schmerzen mit ihm und sagte seufzend:

»Das hatte noch gefehlt, daß du um meinetwillen leiden mußtest.«

»Ach, Vater Propst, was redet Ihr von mir altem Hasen? Wozu bin ich denn überhaupt noch auf der Welt? Denkt lieber an Euch, und an ihn, an Euren Hohepriester! Er bittet Euch doch, daß Ihr Euch demütigt! Tröstet ihn, gebt nach, bittet um Vergebung.«

»Ich kann nicht, Nikolai, ich kann nicht.«

»Demütigt Euch.«

»Ich demütige mich vor der Gewalt, aber was höher ist als die irdische Gewalt, das hat mehr Macht über mich … Ich stehe unter dem Gesetz. Sirach hat es uns zur Pflicht gemacht, für die Ehre unseres Namens Sorge zu tragen, und der Apostel Paulus protestierte gegen die Mißachtung seiner Bürgerrechte; ich habe nicht das Recht, mich zu erniedrigen um einer Abbitte willen.«