»Ach, Vater Sawelij, was soll ich Euch ärgern? Lest Ihr nur Euren Bunian und glaubt in Eurer Einfalt, wie Ihr bisher geglaubt habt.«

»Laß du meinen Bunian in Ruh und kümmere dich nicht um meine Einfalt. Bedenke nur, wie du dich selbst bloßstellst!«

»Was soll man machen? Es ist ein Faktum!« erwiderte Achilla seufzend.

Tuberozow stand erregt auf und verlangte, Achilla solle ihm sofort das Faktum nennen, auf das sich sein Zweifel an der Existenz Gottes gründe.

»Dieses Faktum hüpft auf jedem Menschen herum,« antwortete der Diakon und erklärte dann, er meine damit den Floh. Einen Floh könne jeder aus Sägespänen hervorbringen, und also hätte auch die Welt von selbst entstehen können.

Auf dieses naive und offenherzige Geständnis wußte Tuberozow zuerst gar nichts zu erwidern, Achilla aber begann nun, nachdem das Gespräch einmal diese Wendung genommen hatte, seine Petersburger Aufklärungsideen weiter zu entwickeln.

»Wozu arbeitet der Mensch? Um des Essens willen. Er möchte satt sein und keinen Hunger leiden. Wenn wir nicht essen müßten, würden wir überhaupt nichts tun. Man nennt das den Kampf ums Dasein. Ohne den gäb' es gar nichts.«

»Nun sieh mal,« sagte Tuberozow, »Gott hat das alles gar nicht nötig gehabt und hat doch die Welt geschaffen.«

»Das ist wahr,« sagte der Diakon, »Gott hat sie geschaffen.«

»Wie kannst du ihn dann aber leugnen?«