Achilla sprang auf und flüsterte, die Arme vorstreckend:
»Friede sei mit dir! Friede! Ich lasse dir keine Ruhe!«
Nach diesen Worten nahm er wieder das Buch und wollte weiterlesen, aber mit Staunen fand er dasselbe zugeschlagen. Und er konnte sich nicht mehr entsinnen, wo er stehen geblieben war.
Er schlug das Buch aufs Geratewohl auf und las: »Er war in der Welt und die Welt kannte ihn nicht …«
»Was suche ich denn da?« dachte er. Sein Kopf war ganz verwirrt. Er schlug eine andere Stelle auf. Dort stand:
»Und es werden ihn sehen alle Augen und die ihn zerstochen haben.«
Aber wie Achilla das Blatt umwenden will, merkt er, daß seine Hand ganz schwer geworden ist und jemand ihn festhält.
»Was will ich denn? Was suche ich eigentlich? Welche Perikope? Was ist denn heute für ein Tag?« denkt Achilla und kann es nicht herausbekommen, denn er ist ganz von der Erde entrückt …
In der strahlend erleuchteten Kirche steht Sawelij im hellen, festlichen Meßgewand, mit der hohen violetten Scheitelkappe vor dem Altar und liest mit voller runder Stimme, jedes Wort wie eine leuchtende Kugel von sich stoßend: »Im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott und Gott war das Wort.«