»Ich war ja nicht bösen Willens … aber ich redete oft unverständlich.«

»Laßt doch … Ihr habt ein edles Herz.«

»Nein, nein, so sollt Ihr nicht reden,« unterbrach ihn der Diakon. »Ich tat nicht immer das, was ich sollte … und zuletzt … zürnte ich wegen des Denkmals … Leere Phantasien: Himmel und Erde werden verbrennen und alles wird versinken … Was für ein Denkmal! Und alles meine Unvernunft!«

»Er ist schon weise,« flüsterte Zacharia, den Kopf senkend.

Der Diakon warf sich auf seinem Bette hin und her.

»Vergebt mir um Christi willen,« sagte er hastig, »und zwingt Euch nicht, hier zu bleiben. Mich packt die Krankheit schon wieder … Lebt wohl.«

Der gelehrte Propst segnete den Sterbenden, worauf Zacharia ihn hinausbegleitete. Als er in das Zimmer zurückkam, blieb er entsetzt auf der Schwelle stehen.

Achilla lag im Todeskampf und seine Agonie war ebenso verblüffend wie grauenerregend. Einige Sekunden war er ganz still, und wenn er genügend Luft eingesogen hatte, stieß er sie plötzlich mit einem langgedehnten »Hu–u–u–u« heraus; dabei fuchtelte er jedesmal mit den Armen in der Luft herum und richtete sich auf, als ob er sich von etwas befreie, etwas von sich werfe.

Zacharia stand wie erstarrt, und die schwachen Bretter der Bettstelle bogen sich und krachten immer stärker unter der Last des Sterbenden, und schauerlich bebte die Wand, durch die gleichsam die so lange gefesselt gewesene elementare Kraft sich einen Weg bahnen wollte.

»Geht es zu Ende?« erriet Zacharia plötzlich und stürzte zum Fenster nach dem dort liegenden Gebetbuche, aber in diesem Augenblick rief Achilla mit fest zusammengebissenen Zähnen: