Diese traurige und ganz unerwartete Szene hatte alle Anwesenden in Erregung versetzt, ausgenommen Prepotenskij. Der Lehrer blieb völlig ruhig und aß mit seinem gewöhnlichen, nie versagenden Appetit. Die Serbolowa war aufgestanden und der Alten, welche aus dem Zimmer stürzte, gefolgt. Darjanow sah durch die offene Tür, wie die Hostienbäckerin Alexandra Iwanowna umarmte. Er stand auf, schloß die Tür und stellte sich ans Fenster.

Prepotenskij aß ruhig weiter.

»Wann fährt Alexandra Iwanowna nach Hause?« fragte er, gemächlich kauend.

»Sobald die Hitze nachläßt,« antwortete Darjanow trocken.

»Erst!« sagte Prepotenskij gedehnt.

»Ja, Tuberozow will sie hier noch aufsuchen.«

»Tuberozow? Bei uns? In unserem Hause?«

»Ja, in Ihrem Hause. Aber er kommt nicht zu Ihnen, sondern zu Alexandra Iwanowna.«

Darjanow stand während dieses Gespräches mit dem Rücken zu Prepotenskij und blickte in den Hof hinaus, aber bei den letzten Worten wandte er sich um und fügte mit einem kaum merklichen Lächeln hinzu:

»Es scheint, Sie haben eine Mordsangst vor Tuberozow.«