»Ihr raucht sie zu Hause.«

»Manchmal rauche ich auch eine bei guten Freunden, die ich besuche.«

»Ihr raucht auch manchmal bei guten Freunden.«

»Aber nicht mit Ladenjungen vor dem Tor!« rief Tuberozow und schlug mit dem rechten Zeigefinger drohend gegen die linke Handfläche. »Geh jetzt deines Weges und hab' Acht auf dich,« schloß er. »Es kommt eine neue Ordnung, es wird ein neues Gerichtsverfahren eingeführt, es kommen neue Gebräuche, nichts soll mehr im Verborgenen bleiben, sondern alles offenbar werden; dann werde ich dich nicht mehr schützen können.«

Nach diesen Worten trat der Propst mit seinem großen Fuß auf einen Strohstuhl und langte vorsichtig den gelben Käfig mit dem Kanarienvogel herunter.

»Pfui! Daß Gott sich erbarme! Da hab' ich den Glauben verteidigen wollen und wieder war's ein Reinfall!« brummte Achilla vor sich hin, als er das Haus des Propstes verlassen hatte und mit schnellen Schritten auf ein kleines gelbes Häuschen zuging, aus dessen offenen Fenstern ein ganzer Haufen blonder Kinderköpfchen herausguckte.

Der Diakon stieg eilig die Verandastufen hinauf, trat ins Vorhaus und öffnete, nachdem er mit der Stirn erst gegen den Querbalken gerannt war, die Tür zum Wohnzimmer.

In dem niedrigen Raume ging der dürre, winzige Zacharia im Leibrock, die Hände auf dem Rücken, eine lange silberne Kette auf der eingefallenen Brust, auf und ab.

Achilla betrat dieses Haus mit einem ganz anderen Gesicht und in ganz anderer Haltung, als das des Propstes. Die Verwirrung, in der er sich befunden hatte, als er das Haus Tuberozows verließ, war geschwunden, und schon erfüllten ihn eitel Milde und Güte.

»Nun, Vater Zacharia! Nun, Brüderlein, liebes … Nun!« begann er ungeduldig in der Tür.