»Allein?« fragte Ssergej, sie mürrisch anblickend.
»Ja, allein,« antwortete sie leise: »Warum?«
Von einem Augenpaar zum andern zuckten schnelle Blitze; aber keiner von ihnen sagte ein Wort.
Katerina Lwowna ging hinunter und machte eine Runde durch die leeren Zimmer. Überall war es still; vor den Heiligenbildern brannten ruhig die Lämpchen; ihr eigener Schatten huschte über die Wände; die Außenläden waren schon geschlossen, und die Fensterscheiben tauten auf und tränten. Fedja saß auf dem Bett und las. Als er Katerina erblickte, sagte er ihr:
»Tantchen, legen Sie, bitte, dieses Buch weg und geben Sie mir das andere, das auf dem Heiligenschrein liegt.«
Katerina Lwowna erfüllte die Bitte des Neffen und gab ihm das Buch.
»Willst du nicht einschlafen, Fedja?«
»Nein, Tantchen, ich möchte auf die Großtante warten.«
»Warum willst du auf sie warten?«
»Sie versprach mir, geweihtes Brot von der Abendmesse mitzubringen.«