»Ach, du Böser!« antwortete Katerina Lwowna unter Tränen und drückte ihre Lippen auf die seinigen.

Der Wachtposten ging im Korridor auf und ab, blieb manchmal stehen, um sich auf die Stiefel zu spucken; die müden Sträflinge schnarchten in ihren Zellen; irgendwo knabberte eine Maus an einem Federkiel; hinter dem Ofen zirpten die Heimchen; Katerina Lwowna aber genoß in vollen Zügen ihr höchstes Glück.

Die Verzückung legte sich, und es begann die unvermeidliche Prosa des Alltags.

»Ich halt es nicht länger aus; das Bein schmerzt mir vom Knöchel bis zum Knie,« jammerte Ssergej, an ihrer Seite in einem Korridorwinkel sitzend.

»Was kann man dagegen tun?« fragte sie, sich unter seinen Kittel schmiegend.

»Soll ich mich vielleicht in Kasan ins Lazarett legen?«

»Was fällt dir ein, Sserjoscha?«

»Was soll ich denn machen, wenn es mir so weh tut?«

»Du wirst im Lazarett bleiben, und ich soll allein weiter marschieren? ...«

»Was soll ich machen? Die Ketten werden mir bald die Knochen durchwetzen. — Wenn ich wenigstens ein Paar wollene Strümpfe unter die Ketten tun könnte,« fügte Ssergej nach einer Weile hinzu.