Er weinte und jammerte nicht; aber er verließ mich auch keinen Augenblick, gleich meinem Schatten hing er sich an meine Fersen; er lief nicht weniger rasch als mein Pferdchen.

Wohin mit ihm? ...

Wegjagen? ... das wäre zu grausam; ihn in die Wohnung lassen? ... wohin soll das führen? ... was soll daraus werden? ...

Ich sagte schon früher, daß ich für ihn nichts tun konnte; er wurde mir bloß lästig ... und dabei — zu meiner Schande sei es gesagt — ich ekelte mich vor ihm ... er roch so höchst widerlich nach diesem blutigen Schweiße!

Ich konnte mich weder zu dem einen noch zu dem anderen entschließen ... und er — mir immer nach, gleich dem eigenen Schatten ... immer nach ... ging ich ins andere Zimmer, er hinter mir ...

Jedenfalls war ihm von der Vorsehung der Weg vorgeschrieben, und ich beschloß, um diese Kreise nicht zu stören, ihn mit Tee warm zu machen und dann in der Küche schlafen zu lassen.

Ehe ich jedoch meinem Diener die nötigen Befehle geben konnte, meldete mir derselbe, daß Andrej Ivanovič Drukart da gewesen sei und einen Brief zurückgelassen habe.

Drukart war Beamter für besondere Aufträge, dem Fürsten Vasilčikov zugeteilt; eine allgemein beliebte und hochgeschätzte, sehr tätige und beim General-Gouverneur sehr einflußreiche Persönlichkeit.

Außerhalb seiner Tätigkeit als Beamter, war Drukart ein vorzüglicher Vorleser und ein großer dramatischer Künstler.

Ich habe nie Jemanden gesehen und gehört, der so meisterhaft Hamlet oder den Polizeimeister in Gogols Revisor gelesen oder gespielt hätte wie Drukart, nicht einmal der zu jener Zeit in diesen Rollen so sehr berühmte Sosnickij konnte sich mit Drukart messen.