Das Mädchen verbeugte sich tief vor ihm, ohne jedoch zu ihm näher zu treten.

„Nu, was ist ... treten Sie doch näher! ...“

Der Hausherr trat an den Mitropoliten heran und sagte ihm leise:

„Eminenz! — sie ist eine Protestantin.“

„Was liegt daran, daß sie eine Protestantin ist — sie ist doch keine Jüdin.“

„Nein, Eminenz, Protestantin.“

„Nu, Protestantin, komm zu mir, komm, komm ... so; segne Dich Gott! ... im Namen Gottes des Vaters, Sohnes und des heiligen Geistes ...“

Er segnete das sichtlich stark aufgeregte und verwirrte Mädchen, und als sie, unserem Beispiele folgend, seine Hand küssen wollte, ließ er es nicht zu, sondern strich ihr mit derselben liebevoll über ihren Kopf, und sagte:

„Ein kluger, verständiger Kopf!“

Das Mädchen war von diesem ungewöhnlichen Vorfalle, von der zum Ausdruck kommenden Menschenliebe so sehr ergriffen, daß sie zu weinen anfing und sich für eine Zeit in die anderen Zimmer der Wohnung zurückziehen mußte, um wieder die gewohnte Ruhe zu finden.