„Ah! ... Warum rauchst Du aus einer Pfeife mit langem Rohr? Ah!“

„Verzeihen, Euere Eminenz!“

„Was soll ich verzeihen? — Ah! — Ist das auch eine Unvorsichtigkeit? Ah? — Wie kannst Du, als Pop, eine Pfeife rauchen mit langem Rohr? — Ah!“ — schrie ihn der Mitropolit an, in einem Tone, als wenn er ihn ausschelten möchte.

„Ich verbiete Dir ein für allemal ...“ sprach der Mitropolit weiter, „aus einer Pfeife mit einem langen Rohre zu rauchen oder eine solche zu besitzen ... jetzt gehst Du geraden Weges nach Hause und brichst das lange Pfeifenrohr in zwei Stücke ...“

Vom kurzen Rohr wurde weiter nicht gesprochen und auch der anderen Klagen nicht erwähnt; von der Zeit an blieb Botvinovskij unbelästigt.

Ich erinnere mich ferner einer altadeligen Familie, Mutter und Töchter, welche mir persönlich bekannt waren.

Sie war eine brave, tüchtige Frau, die Mutter dieser sechs Töchter, die nach damaligen Begriffen wohlerzogen waren und nicht häßlich genannt werden konnten; auch reich waren sie, konnten aber trotz ihres Reichtumes keinen Mann finden, was der Mutter höchst unangenehm war. Nach Ansicht derselben war niemand schuld daran — als die Männer selbst, welche nichts weiter sind als Egoisten, Schmeichler, Speichellecker, welche reiche Häuser besuchen, nicht um die Töchter zu heiraten, sondern um sich gut anzuessen.

Eines schönen Tages erschien sie mit allen ihren sechs Töchtern ganz unerwartet in Kiev, um einen in der Nähe der Stadt einsam wohnenden Mönch aufzusuchen, welcher im Rufe großer Frömmigkeit stand; diesen wollte sie bitten, für ihre Töchter zu beten, damit sich Freier für diese einfinden möchten.

Die Frau nahm Wohnung im Klosterhof; ich selbst bekam von meinen Eltern den Auftrag, sie aufzusuchen und ihr nach jeder Richtung hin behilflich zu sein.

Sie bat mich, mit ihr nach Kitaev, dem Wohnorte des Mönches zu fahren und zwar sobald als möglich, da sie vor Ungeduld brenne, den Einsiedler zu sprechen und dessen „Schicksalsspruch“ zu hören.