Damals hatte ich noch nicht die Schriften des heiligen Augustinus[7] gelesen, auch waren mir die geistreichen Ansichten Laurent Sterns[8] noch nicht bekannt, aber mein einfacher Sinn setzte voraus, der Mitropolit könne es gar nicht zulassen, daß ein Mensch in den Schoß der allein seligmachenden Kirche aufgenommen werde, welcher nach der Ansicht Sterns dieser Kirche einen Besuch im Schlafrocke abstatte.

Welche Vorteile für die Kirche aus solchen Proselyten erwachsen, ist mir unbegreiflich; diese Leute bringen dem wahren Christentum mehr Schaden als Nutzen, denn sie vermehren die Zahl jener Personen ohne Glauben, ohne Ehre, ohne Überzeugung, welche nur den Namen Gottes lästern.

„Nein,“ sagte ich zu mir selbst, „nein! der Mitropolit wird gewiß das richtige Urteil fällen.“

Und ich irrte mich nicht!

Ich kehre nun zu meiner eigentlichen Erzählung zurück, um sie zu beendigen.

Ich unterbrach dieselbe in jenem Augenblicke als Drukart mit dem Juden zum Mitropoliten fuhr.


[7] „De fide et operibus“ und „De catechisandis rudibus“.

[8] Bekannter englischer Humorist, Pastor der Kirche in Sutton, bekannt durch seinen satyrischen Scharfsinn und sanftes Gefühl. Derselbe sagt: „Umsonst glauben jene gute Christen zu sein, welche nicht dafür Sorge tragen auch gute Menschen zu sein! — Sich zu Christus bekennen, und gegen seinen Nächsten böse Absichten tragen, ist ungehöriger und unverzeihlicher, als einen Besuch im Schlafrock zu machen.“

Siebzehntes Kapitel.