Maria Sergievna beköstigte uns mit den von uns selbst gemachten Einkäufen, wobei ich die Bemerkung machte, daß sie tatsächlich ein prachtvolles Haar besitzt und ganz eigenartig lächelt, nicht so, wie andere Frauen.
Mit meinen Augen verfolgte ich ihr Tun und Lassen und mir schien es aus allen ihren Bewegungen, ihren Blicken, daß sie ihren Mann nicht liebt und daß er ihr mehr als gleichgültig ist.
Dimitrij Petrovič fing bald an mit der Schläfrigkeit zu kämpfen.
Nach dem Abendbrote saß er etwa zehn Minuten in unserer Gesellschaft, erhob sich dann und sprach:
„Wie Sie wollen, meine Herrschaften, ich kann nicht weiter hier bleiben; ich muß morgen schon um drei Uhr früh aufstehen und deshalb erlauben Sie mir Ihnen gute Nacht zu wünschen.“
Er küßte zärtlich seine Frau, drückte mir kräftig die Hand und nahm mir das Versprechen ab, ihn längstens in einer Woche wieder zu besuchen.
Damit er nicht verschlafe und auch nicht andere störe, ging er in das Nebenhaus schlafen.
Maria Sergievna pflegte nach Petersburger Art spät schlafen zu gehen, ich aber war darüber, ich weiß nicht warum, außerordentlich glücklich.
„Und so,“ fing ich an, nachdem wir zu zweien geblieben, „und so werden Sie die Güte haben, mir etwas vorzuspielen.“
Ich sehnte mich nach keiner Musik, aber ich war in Verlegenheit, wie ich ein Gespräch einleiten soll.