„Sie sagten eine Unwahrheit,“ setzte sie nach minutenlangem Schweigen fort, „denn Sie kommen doch nur dem Dimitrij Petrovič zu Liebe hierher. — Schließlich bin ich auch damit zufrieden. — Man findet selten in unserem Zeitalter eine solche Freundschaft, wie sie zwischen Ihnen und meinem Manne herrscht.“

„Ah!“ dachte ich; — doch wußte ich nicht, was ich darauf antworten soll; deshalb frug ich:

„Wollen Sie nicht in den Garten mitgehen?“

„Nein!“

Ich ging auf die Terrasse.

In meinem Kopfe hämmerte und schwirrte es; mir wurde kalt und heiß vor Aufregung.

Ich setzte voraus, daß sich unsere Unterhaltung in den üblichen gesellschaftlichen nichts sagenden und nichts bedeutenden Phrasen bewegen wird, aber es hatte den Anschein, daß in dieser Nacht etwas vor sich gehen dürfte und könnte, worüber zu denken ich gar nicht wagte.

Entweder diese Nacht oder nie!

„Was für eine herrliche Nacht,“ sprach ich laut, auf der Terrasse stehend.

„Mir ganz gleichgültig,“ war die Gegenantwort.