Ich kehrte wieder in das Zimmer zurück.

Maria Sergievna stand wie vorher am Kamin, die Hände auf dem Rücken gekreuzt, nachdenkend, nach der Seite schauend.

„Weshalb ist diese herrliche Nacht für Sie gleichgültig?“ frug ich.

„Weil ich mich langweile. — Sie pflegen sich auch stets ohne Ihren Freund zu langweilen; ich aber langweile mich ohne Unterlaß ... ohne Ende ... übrigens, das hat für Sie kein Interesse ...“

Ich setzte mich an den Flügel und nahm einige Akkorde, erwartend, was Maria Sergievna noch weiters sagen wird.

„Meinetwegen tun Sie sich keinen Zwang an,“ sprach sie ärgerlich und aufgebracht, in einem Tone, der dem Weinen näher als dem Lachen lag. „Sind Sie schläfrig, so gehen Sie schlafen. — Glauben Sie ja nicht, daß, wenn Sie ein Freund des Dimitrij Petrovič sind, Sie auch die Verpflichtung haben, mit seiner Frau sich langweilen zu müssen. — Ich wünsche und verlange keine Opfer. Gehen Sie gefälligst.“

Ich aber ging nicht.

Sie trat hinaus auf die Terrasse; ich blieb im Zimmer zurück, wo ich mich etwa fünf Minuten lang mit dem Durchblättern von Notenheften beschäftigte.

Dann ging auch ich hinaus.

Wir standen nebeneinander, im Schatten der Vorhänge an den Terrassefenstern, während unter uns die breite, in den Garten führende Treppe vom Mondeslichte übergossen war.