Ich ergriff meinen Stock und ging in den Garten.
Die Nacht begann sich ihrem Ende zuzuneigen; um die Bäume und Sträuche herum bewegten sich und wogten dieselben großen und kleinen Phantome und Erscheinungen, welche ich über dem Flusse schweben sah.
Wie Schade! daß ich mit ihnen nicht reden konnte.
In der ungewöhnlich klaren, durchsichtigen Atmosphäre der Nacht hob sich deutlich jedes Blatt, jedes Ästchen, jeder Tautropfen ab — alles lachte mich an wie im Halbschlummer!
An den grün angestrichenen Bänken vorübergehend, erinnerte ich mich an eine Stelle aus einer Shakespear’schen Komödie: „wie süß schläft hier auf der Bank des Mondes Licht ...“
Im Garten war ein kleiner Hügel aufgeworfen.
Ich bestieg denselben und setzte mich dort auf die Bank.
Mich quälte ein eigenartiges wohliges Gefühl!
Ich war im voraus davon überzeugt, daß ich sie umarmen, ihren duftenden Leib an mich drücken, ihre goldigen Augenbrauen küssen werde, und dennoch schien es mir, als wenn dies alles bloß ein Traumgebilde sei, ein Schatten, eine Einbildung, die mich nur necken will und verfliegt; dann war es mir wieder leid, daß sie mich zu wenig quält und sich mir so bald gibt.
Plötzlich ließen sich schwere Schritte vernehmen.