In der Allee zeigte sich eine männliche Gestalt mittlerer Größe, in welcher ich sofort den Gavruša erkannte.
Er setzte sich auf eine Bank und seufzte hörbar tief auf, dann bekreuzte er sich dreimal und streckte sich auf derselben aus.
Nach wenigen Augenblicken stand er wieder auf und legte sich auf die andere Seite; Mücken und die Feuchtigkeit der Nacht hinderten ihn einzuschlafen.
„Ist das ein Leben,“ sprach er. „Unglückliches, bitteres, schweres Leben!“
Seine abgemagerte, gebeugte Gestalt, seine tiefen Seufzer erinnerten mich an ein anderes, nicht minder unglückseliges bitteres Leben, an einen Mann, der mir erst vor wenigen Stunden seinen Kummer beichtete, und ich wurde traurig über mein Glück.
Ich stieg vom Hügel herunter und ging dem Hause zu.
Das Leben ist nach Ansicht dieses Mannes fürchterlich — dachte ich — also, warum sich mit demselben quälen, besser ist es mit demselben zu brechen, ehe es dich selbst erdrosselt; nimm von ihm deshalb alles, was es dir bietet und was du ihm wegnehmen kannst.
Maria Sergievna stand auf der Terrasse.
Ich eilte auf sie zu, umschlang sie mit meinen Armen, ich küßte ihren Mund, ihre Augen, Haare, ihren Nacken glühend ... heftig ...
In meinem Zimmer gestand sie mir, daß sie mich schon lange, sehr lange, mehr als ein Jahr lang, liebe; sie beschwor mir ihre Liebe, sie weinte, sie bat sie von ihrem Manne zu befreien und zu mir zu nehmen.