„Ich vergebe Dir im Namen Gottes Deine Sünden, gehe hin und sündige nicht mehr, sondern bete und arbeite und diene dem Herrn.“
„Ratet mir, Väterchen, wie soll ich dem Herrn dienen ... soll ich etwa nach Kiev wallfahren gehen?“
„Nein, das ist nicht nötig. — Bleibe zu Hause und arbeite, tue aber nicht mehr das, was Du getan. — Jetzt aber gehe, nehme den Kindern Gottes, dem Michalek und Potapka, Maß, nähe jedem ein paar Höschen, sie brauchen nicht sehr lang zu sein, und ein Hemd. Die Kinder sind schon groß und schämen sich in Fetzen und halbnackt unter die Leute zu gehen.“
Die Sünderinnen nahmen sehr gerne derartige Strafen an und Michalko lebte mit Potapka unter der Vormundschaft und Aufsicht des Popen Sava so glücklich, wie im Schoße Abrahams; sie gingen nicht nur nicht in Fetzen und halbnackt herum, sondern hatten in allem Überfluß, so daß sie ihren Waisenstand gar nicht fühlten.
Derartige Kirchenstrafen waren nach dem Herzen der Leute, ja sie fühlten sich dadurch erhoben, getröstet, beruhigt.
Aber sein Vorgehen brachte ihm dennoch Unannehmlichkeiten ein.
Der Ruf Savas als Seelsorger verbreitete sich weit und breit, so daß eine große Zahl von Leuten aus den nachbarlichen Kirchensprengeln seine Kirche aufzusuchen begannen, namentlich viele Einwohner von Peregudi, dem Orte, wo Sava getauft sein sollte, gingen nach Paripsami zur Kirche.
In Peregudi starb der Pope und ein neuer zog dort ein.
Dadurch, daß viele Einwohner von Peregudi nach Paripsami zur Kirche gingen, zog sich Sava die Feindschaft des Popen in Peregudi zu, die sich noch aus einem andern Grunde steigerte.
Der nach Peregudi eingepfarrte Kasak Oseledec starb.