Auf seinem Krankenbette entschloß er sich ein Schock Rubeln auf eine neue große Kirchenglocke für die Peregudier Kirche zu widmen, änderte aber seinen Entschluß, nachdem er sich mit Vater Sava darüber beraten hatte; er ließ die Nachbaren zu sich rufen und teilte ihnen mit, er vermache dieses Schock Rubeln zu einem guten Zwecke, nach dem Willen des Popen Sava; auf eine neue Glocke jedoch schenke er nichts.

Kasak Oseledec starb und Vater Sava erhielt das vermachte Geld ausgezahlt.

Für dieses Geld ließ Sava ein Haus aufbauen mit großen, breiten Doppelfenstern und fing in diesem zu unterrichten an.

Die Kasaken meinten, eine Schule sei ein gutes Ding, aber der Peregudiner Pope redete ihnen ein, daß aus dem allen nichts gutes herauskommen könne und werde.

Er versprach ihnen sogar eine Klage gegen Sava aufzuschreiben und brachte sein Versprechen tatsächlich in Ausführung. In Folge dessen wurde Vater Sava zur Verantwortung vor den Bischof geladen, welcher ihn, nachdem er Sava gesprochen, belobte und aufmunterte, in seinem gottgefälligen Werke fortzufahren, Schule zu halten und die Kinder zu lehren, und ihn schließlich in Frieden entließ.

Und Sava lehrte jeden und alle, die kamen, in der Schule, in seinem Hause, im Wald und Flur, auf Stegen und Wegen und in seiner kleinen Dorfkirche.

Jahre vergingen; der Pope in Peregudi, eifersüchtig und unserem gutmütigen Sava feindlich gesinnt, baute in dieser Zeit eine neue große Kirche in seinem Amtsorte auf, größer und schöner als die in Peripsami, bekam außerdem für dieselbe ein großes Heiligenbild geschenkt, von dessen Wundertätigkeit er nicht genug zu erzählen und zu verkündigen hatte.

Aber dieses alles ließ unseren Vater Sava völlig kalt, machte ihn gar nicht neidisch, denn er wirkte und lebte still und ruhig in seiner Gemeinde, ohne sich durch äußere Eindrücke stören zu lassen.

Nach wie vor hielt er den Gottesdienst in der kleinen hölzernen Dorfkirche seines Geburtsortes, predigte das Gotteswort in derselben in einfacher, seinen Zuhörern verständlichen Sprache und lehrte sie nach den Gottesgeboten leben und arbeiten.

Während aber die Zahl seiner Zuhörer von Jahr zu Jahr wuchs, so daß sich die Kirche als zu klein erwies und er nicht selten genötigt war auf dem freien Platze vor der Kirche seine Rede zu halten, gab es in der Kirche zu Peregudi reichlich Platz für die wenigen Beter in derselben, ja, es war keine Seltenheit, daß sich in derselben Niemand anderer befand als der Pope mit seinem Küster, welche in derselben promenieren und zusehen konnten, wie die Mäuse keck und frei auf dem Ambon sich herumtummeln und versteckens spielen.